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Onkel erstochen: Staatsanwaltschaft fordert Psychiatrie

DORTMUND Der 30-jährige Mann aus der Nordstadt, der im September auf der Alsenstraße seinen Onkel mit 34 Messerstichen getötet hatte, muss damit rechnen, auf unbestimmte Zeit in die geschlossene Psychiatrie eingewiesen zu werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Staatsanwaltschaft am Donnerstag im Plädoyer vor dem Schwurgericht gestellt.

von Von Christoph Witte

, 28.02.2008

Der Beschuldigte leidet nach Ansicht eines psychiatrischen Sachverständigen an einer schizophrenen Psychose. Er sei nicht in der Lage, das Unrecht seiner Tat einzusehen. Der 30-Jährige gilt vor dem Gesetz also als schuldunfähig und kann deshalb nicht im klassischen Sinne bestraft werden. Die Staatsanwaltschaft fordert jedoch seine dauerhafte Unterbringung in die Psychiatrie, weil sie den Dortmunder als Gefahr für die Allgemeinheit ansieht.

Der Verteidiger des 30-Jährigen wollte sich der Forderung in seinem Plädoyer nicht ausdrücklich widersetzen. Er beantragte, das Gericht möge „erkennen, was rechtens ist“. Das Urteil soll am 5. März verkündet werden.

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