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"Paul Montag hat Spuren hinterlassen"

17.02.2008

"Gott, von Dir weggehen, heißt sterben, zu Dir zurückkehren, heißt auferstehen, in Dir sein, heißt leben". Das Wort des Kirchenlehrers Hl. Augustinus steht oben auf der Trauerkarte für Propst Paul Montag. Ein Dortmunder mit Leib und Seele, 25 Jahre Propst und Stadtdechant in dieser Stadt. Am Samstag haben wir ihn unter großer Anteilnahme beerdigt.

"Humor und Geduld sind die Kamele, mit denen ich durch jede Wüste komme", zitierte Paul Montag bei seinem 80. Geburtstag vor einem Jahr den Priester Phil Bosman. Mit Humor, Geduld und beharrlicher Schaffenskraft hat Paul Montag viel bewirkt. Oft stand er dabei vor einer Wüste.

Zu Beginn der 60er Jahre gingen für Paul Montag mehrere Hoffnungen in Erfüllung. 1961 kam er als Seelsorger zurück nach Dortmund. Ein Jahr später eröffnete Papst Johannes XXIII. in Rom das Zweite Vatikanische Konzil. Für Paul Montag war dies ein "Meilenstein" in der Kirchengeschichte. "Der Papst nahm Stellung gegen die Ängstlichen, die Gestrigen, und trat für Öffnung und Hoffnung für die Menschen ein. Das war dann auch meine Kirche - so wie ich sie erhofft hatte", erklärte Paul Montag 1997 bei seiner Verabschiedung aus dem aktiven Dienst.

Die Aufbruchstimmung des Zweiten Vatikanischen Konzils hat sein priesterliches Wirken geprägt. "Man muss auf die Menschen zugehen, Felder schaffen, wo sie sich treffen können", hat er einmal gesagt.

In Dortmund hat Paul Montag Kirchengeschichte geschrieben. Die Katholische Stadtkirche, die St. Johannes-Gesellschaft, das Katholische Centrum, die Partnerschaft zwischen Kirchengemeinden in Dortmund und Breslau sind zu großen Teilen sein Verdienst. So hat Paul Montag Spuren hinterlassen, die bleiben werden. Spuren in seinem Dortmund, dem er sich sein ganzes Leben verbunden fühlte.

Andreas Coersmeier propst.coersmeier@kath-cen trum.de , am 28. Mai 1958 geboren in Paderborn. Coersmeier fungiert als Stadtdechant und Propst der Propsteikirche, ist 1. Repräsentant der Kath. Kirche in DO. E-Mail:

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