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Philharmonie verklagt das Konzerthaus

13.02.2008

Das Konzerthaus wird vor dem Dortmunder Landgericht auf rund 70 000 Euro Schadenersatz verklagt. Bei dem Geld soll es sich um ausstehende Gagen der Kammerphilharmonie Amadé handeln.

Das Orchester hatte vor fünf Jahren den Auftakt zu der phantastischen Inszenierung "Circus meets Classic" gemacht. Roncalli und Amadé: Die Verbindung, die mindestens ein Jahr halten sollte, wurde jedoch schon nach wenigen Monaten wieder gelöst. Nach offenbar unüberbrückbaren Differenzen mit dem Konzerthaus wurde das Kammerorchester ersetzt. Amadé selbst spricht von einem regelrechten Rauswurf.

Auslöser des Streits war vor allem die Besetzung. Die Philharmoniker waren seinerzeit mit 20 Musikern angereist, das Konzerthaus hatte dagegen mindestens 40 erwartet. Klein und edel? Oder voluminös und gewaltig? Was damals wirklich vereinbart wurde, ist noch immer höchst umstritten. Fest steht dagegen, dass die Stimmung damals sofort schlecht war. Selbst Roncalli soll sich über das zu kleine Orchester beschwert haben. Der damalige Intendant des Konzerthauses, Ulrich Andreas Vogt, hatte für den zweiten Zyklus von "Roncallis vier Jahreszeiten" dann auch gleich Verstärkung aus Budapest engagiert. Die "Winter-Vorstellung" wurde von 15 Bläsern unterstützt, danach war für Amadé endgültig Schluss.

Da sich die Musiker aber immer noch im Recht fühlen und natürlich auch viel mehr Konzerte eingeplant hatten, wollen sie nun Schadenersatz. Um den Streit zu beenden soll das Konzerthaus im Laufe des Prozesses schon einmal rund die Hälfte des eingeklagten Betrages angeboten haben. Der Philharmonie war das aber zu wenig. Ein Urteil soll frühestens im Sommer gesprochen werden. Jörn Hartwich

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