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Pro Jazz Festival bot sieben Stunden Musik vom Feinsten

03.02.2008

Es war wie angekündigt eine wilde Nachtfahrt durch die Dortmunder Jazzwelt - und die Besucher erlebten am vergangenen Freitag beim "Pro Jazz Festival" im domicil einen bunten Strauß verschiedener Jazzstilrichtungen. Nach dem letzten Pro jazz Festival vor einigen Jahren unter dem Sonnensegel unternahm der Jazzverein einen erneuten Anlauf, die breite Facette der Dortmunder Jazzszene auf die Bühne zu bringen.

Und das gelang erfolgreich, innovativ und mit großenm Zuspruch. Ab 20 Uhr konnte das begeisterte Publikum im rasanten, halbstündigen Wechsel ein wahres Kompendium des "Who is Who" im Dortmunder Jazz bestaunen. Neben altbewährten Mitstreitern wie Matthias Nadolny am Saxophon, Jochen Schrumpf Electric Groove oder dem Jörg Hegemann Trio lag ein besonderer Schwerpunkt bei jungen Künstlern wie dem Schlagzeuger Achim Kämper mit seinem aufstrebenden Trio. Mit dabei auch viele ehemalig in Dortmund studierende Musiker, die in die "alte Heimat" gekommen waren, um dem Verein Pro Jazz ihre Unterstützung auszusprechen.

Während der große Saal bestuhlt eher zum andächtigen Lauschen einlud, wurde der kleine Clubraum im doppelten Sinn von Stunde zu Stunde heißer - angeheizt von grandiosen Soli von Jochen Schrumpf an der Gitarre oder Matthias Nadolny am Saxophon. Man erlebte moderne Jazzformate, Stilmittel der Karikatur und Verfremdung, freie Jazz-Inszenierungen, weltmusikalische Verbindungen des Jazz und im Cafe in passender Atmosphäre experimentelle Lounge - Elektronik von Jim Campbell oder Stu Grimshaw an den DJ Pulten.

Das Publikum wurde in den Bann gezogen und erlebte sieben Stunden lang Jazz vom Feinsten in allen Stilrichtungen. Filigrane Künstler, experimentell verspielt, Perfektion in jedem kleinsten Augenblick - und doch lässig, locker und spritzig mit unglaublichen Soli gemischt. Einen speziellen musikalischen Leckerbissen gab es mit dem gemeinsamen Auftritt von "Bescay & Matthias Nadolny" - in der Form einmalig. Mit ausgesprochener Unterstützung des Kulturbüros bleibt zu hoffen, dass das Festival nun jährlich wiederkehrend veranstaltet wird. Didi

www,projazz.de

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