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Pummelchen mit Sprachfehlern

Wären wir gemein, würden wir schreiben: Die Dortmunder I-Männchen entwickeln sich mehr und mehr zu ungelenken, sprachgestörten, schlecht hörenden Pummelchen - männlichen Pummelchen.

27.02.2008

Gemein sind wir nicht. Aber realistisch. Denn die oben genannte Polemik überspitzt nur, was der Gesundheitsbericht 2004 bis 2006 in Sachen Schuleingangs-Untersuchung auflistet.

Alarmierend: die Zunahme der Sprachauffälligkeiten (siehe Grafik links) von 21 (2004) auf knapp 28 Prozent (2006). Wobei das männliche Geschlecht hier eine deutliche Vorreiterrolle übernimmt. 2006 waren z. B. 19 % Jungen gegenüber 11 Prozent Mädchen in logopädischer Behandlung. Auch räumlich sind Unterschiede auszumachen. Während im Stadtbezirk Hombruch 19 % der I-Männchen schlecht sprechen können, sind des im Bezirk Nord 35 %.

Weiteres Sorgenkind: Koordinations-Störungen . Ein Anstieg von 2004 auf 2006 von 8,9 auf 10,3. Fast doppelt so viele Jungen (20,7 %) sind gegenüber den Mädchen motorisch gestört.

Klage der Alten: Die heutige Jugend hört immer schlechter. Es stimmt. Aber mit abnehmender Tendenz. Hörstörungen in 2004: 5 Prozent; 05: 10,5 %; 06: 8 %.

Schließlich Übergewicht/Fettleibigkeit . Hier vermeldet die Statistik einen Rückgang. Doch die gute Nachricht hat einen Pferdefuß. Zwar ging die Zahl dicker Kinder von 15 % (2004) auf 12,7 % (2006) zurück. Allerdings liegt sie immer noch gut 1 Prozentpunkt höher als im NRW-Durchschnitt. jöh

5063 Kinder durchliefen 2006 die Eingangsuntersuchung. U. a. wegen der langen Auswertungszeit liegen noch keine konkreten Zahlen von 2007 vor. Die derzeit bekannten Daten `07 bestätigen aber offenbar die Trends.

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