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Rechnung steht noch aus

08.02.2008

Fest steht, dass sich die Dortmunder Sparkasse an der Rettung der WestLB beteiligen muss. Wie hoch die Rechnung ausfällt, ist aber noch offen.

Einen konkreten Betrag zu nennen sei noch immer zu früh, betonte gestern Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer, der nicht nur im WestLB-Aufsichtsrat sitzt, sondern auch Verwaltungsrats-Vorsitzender der Sparkasse Dortmund ist. "Es finden noch viele Gespräche statt, bei denen noch zahlreiche Details zu klären sind", betonte er.

So sieht es auch Sparkassen-Sprecher Klaus Steenweg. Für die Sparkasse gelte weiterhin, dass es keine Auswirkungen für Mitarbeiter, Kunden und die Sponsoring-Aktivitäten geben solle, bekräftigte er gestern. Erste Ergebnisse und Zahlen könnte es möglicherweise in der kommenden Woche geben.

Geklärt werden muss u.a. noch, ob der Reservefonds der Sparkassen-Verbände für die Absicherung der WestLB-Risiken genutzt wird. Dann wäre die Dortmunder Sparkasse mit ihrem 6-Prozent-Anteil mit bis zu 23 Mio. Euro im Boot (wir berichteten). Zuletzt hatte Sparkassen-Chef Uwe Samulewicz aber angedeutet, dass sein Institut den Beitrag aus dem laufenden Geschäft leisten wolle. Vorhanden ist u.a. ein Fonds zur Absicherung von Bankrisiken, der mit 70 Mio. Euro gefüllt ist.

Indirekt betroffen ist allerdings die Stadt. Sie muss wohl mit niedrigeren Steuereinnahmen durch die Sparkasse rechnen, bestätigte Steenweg.

Zudem besteht weiterhin die Sorge wegen möglicher Veränderungen im Sparkassen-Gesetz. Wenn etwa Geschäftsfelder zur WestLB wechseln, könnten durchaus auch Arbeitsplätze bei den Sparkassen vor Ort gefährdet sein, fürchtet Uwe Spadzinski, Sekretär der Gewerkschaft verdi für Finanzdienstleistungen. Oli

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