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Riese in die Luft gejagt

Volkswohlbund

DORTMUND Die Sprengung des Volkswohl Bund-Hauses war das Ereignis des Wochenendes. 50 Kilogramm Sprengstoff brachten den 61-Meter-Riesen am Südwall zum Einsturz. Wir waren für Sie vor Ort. Die Chronologie von den letzten Vorbereitungen bis zur Sprengung und den Nacharbeiten können Sie bei uns im Ticker nachlesen. Dazu gibt es drei Videos und vier Diashows.

von Von Oliver Volmerich

, 17.02.2008

Die Vorbereitungen auf das Ereignis haben schon vor Monaten begonnen. Erst im Hintergrund, seit einigen Wochen aber auch deutlich sichtbar. Denn die unmittelbaren Nachbargebäude des 61 Meter hohen Büroturms wurden bereits auf herkömmliche Art abgerissen. Inzwischen steht das Hochhaus wie ein Skelett isoliert in einem weit ausgebreiteten Trümmerfeld - gebildet aus Bauschutt, der den Aufprall der rund 4700 Tonnen Gebäudemasse dämpfen soll. Sicherheit ist dabei oberstes Gebot. Denn der Büroturm steht nicht nur unmittelbar am viel befahrenen Südwall. Die nächsten Wohnhäuser sind zum Teil nur 35 Meter entfernt und unmittelbar unter dem Gebäude verläuft der Tunnel der Stadtbahn. Entsprechend umfangreich sind die Sicherheitsvorkehrungen. 

Die Sprengung im Ticker:

14.15 Uhr: Jetzt werden endgültig die Straßensperren an die Seite geräumt. Die Aktion Sprengung ist offiziell beendet. Es wird aber noch zwei bis drei Wochen dauern, bis der Trümmerberg aus 4000 Tonnen Schutt weggeräumt ist. Weitere Berichte und Bilder folgen hier im Laufe des Nachmittags. Und morgen in der Print-Ausgabe der Ruhr Nachrichten.

14.10 Uhr: Der dreifache Signalton ertönt. Jetzt sind die Straßen wieder frei. Die Autos können theorethisch wieder fahren. Doch ist noch alles voller Menschen. Die Anwohner können zurück in ihre Häuser.

14.05 Uhr: Die THW-Helfer beginnen damit, die Bauzäune zur Seite zu räumen. Jetzt gehört die Straße den Fußgängern. Eine dichte Menschentraube steht um den Südwall, um den Trümmerhaufen zu bewundern. Bei der U-Bahn läuft der Verkehr auch auf den Linien U42 und U46 wieder normal.

13.50 Uhr: Die Organisatoren ziehen Bilanz: "Dass es so optimal gelaufen ist, hat mich selbst überrascht", sagt Martin Hopfe von der Thüringer Sprenggesellschaft. Für die Sprengexperten, aber auch für die vielen anderen Helfer, gab es viel Lob: "Wir sind sehr erleichtert, dass es so gut geklappt hat. Noch nicht einmal eine Scheibe ist zu Bruch gegangen", bilanziert Joachim Maas, Vorstandschef der Volkswohl Bund-Versicherungen. Die Straßensperrungen dauern noch bis 14 Uhr an. Dann können auch die Bewohner wieder in ihre Häuser.

13.15 Uhr: 77 Personen hatten sich bei der Evakuierungsstelle gemeldet. Sie müssen noch immer ausharren, weil die Sperrung noch andauert. Die Kehrfahrzeuge sind noch unterwegs.

12.50 Uhr: Nach Angaben der Stadtwerke soll der Betrieb auf den Linien U42 und U46 ab etwa 14 Uhr wieder normal laufen. Die anderen Linien, die während der Sprengung kurz angehalten wurden, fahren bereits wieder normal und halten auch wieder am Stadtgarten. Die Straßen bleiben noch gesperrt, weil sie wegen der Staubentwicklung gereinigt werden müssen. Damit es keine Probleme mit Glätte gibt, nachdem die Feuerwehr die Wasserwerfer eingesetzt hatte, hat man vorsichtshalber auch die EDG mit Streufahrzeugen bestellt.

12.40 Uhr: Die Szenerie erinnert an die frühen Morgenstunden. Die Straßen sind leer, bis auf die Einsatzkräfte von THW und Feuerwehr. Die Feuerwehrleute rollen die Schläuche wieder ein. Insgesamt herrscht große Gelassenheit und Zufriedenheit. Noch sind die Straßen gesperrt.

12.36 Uhr: Endgültige Entwarnung für den U-Bahn-Tunnel: "Es gibt keine Schäden", meldet der Experte Dr. Wolfgang Kühne von GEO-Experts.. Der U-Bahn-Betrieb kann in Kürze wieder aufgenommen werden.

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