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«Scharfmacher ohne Arsch in der Hose»

Hitzige Debatte über Kanalbau Silberknapp

23.05.2007

Kruckel Die Anwohner am «Franzosensiepen» in Kruckel müssen nun doch nicht an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen werden, obwohl ein Konzept der Stadtverwaltung diesen Schluss durchaus zulässt. Wie berichtet, hatte die CDU-Ratsvertreterin Barbara Menzebach den ersten Kanal-Bauabschnitt am Silberknapp angekündigt - die 1,2 Millionen-Euro-Investition erwähnt die Stadt in der Drucksache «08306-07», die am Dienstag in der Bezirksvertretung diskutiert wurde. Auf der zweiten Seite des Dokuments listet die Stadt weitere Straßen auf - darunter den Franzosensiepen. Dort hatte die Ankündigung für Ärger gesorgt, weil die Anwohner mangels Kanalnetz auf eigene Kosten eine eigene Kleinkläranlage errichtet hatten - und nun die Sorge hatten, erneut in die Tasche greifen zu müssen. Drei Mitarbeiter der Stadt relativierten das Papier, denn definitiv sei nur der Kanalbau am Silberknapp. Weitere Maßnahmen seien «ein Blick in die Zukunft». SPD-Bezirksvertreter warfen der CDU-Ratsvertreterin deshalb «Scharfmacherei» vor. «Dann muss man auch den Arsch in der Hose haben und sagen können, dass etwas nicht gut gelaufen ist», schrieb Fraktionssprecher Gerd Alda der CDU ins Stammbuch, da ja alles halb so wild sei. Hans Semmler, Thorsten Hoffmann und Hans-Jürgen Grotjahn wiesen die Vorwürfe zurück: «Ich kann die Bürger verstehen, wenn ich diese Vorlage lese», so Grotjahns Hinweis an die Stadt, die die Straßennamen schließlich in die Ausbauliste aufgenommen hatte. «Wenn wir von Bürgern angesprochen werden, dann ist es völlig normal, einer Anfrage nachzugehen. Das ist schließlich die Aufgabe der Mandatsträger», so Hoffmann. Dem pflichtete ein Franzosensiepen-Anwohner bei: «Wir haben 35 000 D-Mark für ein gut funktionierendes Biotop investiert. Da stellt man sich schon mal auf die Zehenspitzen.» ban

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