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Solidarität für den Jugendtreff

10.02.2008

Höchsten Nach der Kontroverse zwischen einem Bordell und dem Jugendtreff auf dem Höchsten ergriffen am Freitagabend Eltern, Kinder, Jugendliche und Nachbarn das Wort. Der Jugendtreff wurde von einer Welle der Solidarität erfasst. Politik und Jugendamt sicherten maximale Unterstützung zu.

Den lautesten Applaus erntete Georg Obst: Seit 30 Jahren wohnt der Höchstener direkt neben dem Haus, in dem vor über zehn Jahren ein Bordell eingezogen ist. "Ich sage Ihnen: Der Ärger fing mit dem Puff an. Seit der Peltzer mit seinen Jugendlichen hier ist, habe ich meine Ruhe. Und ich will, dass das so bleibt." Beifall unter den über 100 Gästen in der Gaststätte Gloria, in die die Kinder, Eltern und Jugendlichen nach der Schließung des "Youngster Points" (YP) durch das Bauordnungsamt (wir berichteten) ausweichen mussten.

Keine andere Wahl

Dass Georg Obst seine Ruhe behält, dafür wollen Bezirksbürgermeister Manfred Renno, der Kinder- und Jugendausschussvorsitzende Friedhelm Sohn, Jugendamtsleiter Uli Bösebeck und seine Fachreferentin Elisabeth Hoppe persönlich sorgen. Eine andere Wahl haben sie wohl auch nicht. Denn die Entrüstung, die der Streit zwischen einem Bordellbetreiber und dem "Youngster Point" an der Wittbräucker Straße ausgelöst hatte, war am Freitagabend deutlich spürbar.

Für 50 Besucher

Renno wiederholte, was die Ruhr Nachrichten am Freitagmorgen berichtet hatten:

Der "Youngster Point" soll kurzfristig für zunächst maximal 50 Besucher wieder öffnen.

Das Jugendamt mietet den "Youngster Point" an und steigt offiziell in die Jugendarbeit ein.

Die Stadt Dortmund gewährleistet den Brandschutz und sorgt für Fluchtwege.

Das Jugendamt ist Gesprächspartner für den Bordellbetreiber - nicht die Elterninitiative.

Deutlich wurde auch, dass die Erdgeschoss-Räume nicht nur ein Treffpunkt für die Höchstener Vereine sind: Der TuS Borussia Höchsten, der Schützenverein, ein Spielmannszug und vor allem einen langsam gewachsene Musikszene aus drei Generationen nutzen den "YP".

Sichtlich erleichtert reagierte der Jugendtreffleiter Christian Peltzer: "Ich bin froh, dass wir weiter machen können." ban

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