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Soziale Stadt: Kostenneutral geht es nicht

19.02.2008

13 soziale Brennpunkt-Stadtviertel hat die Stadt in Dortmund ausgemacht. "Sozialräume" heißt das im Amtsdeutsch. Und aus denen sollen jetzt "Aktionsräume" werden.

Mit der Festlegung von festen Ansprechpartnern für die 13 Gebiete gibt die Stadt jetzt den Startschuss für die Bürgerbeteiligung am Programm Soziale Stadt. In allen "Aktionsräumen" soll es dazu Veranstaltungen geben, kündigte Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer gestern an. Eine wichtige Rolle bei der Ausgestaltung des sozialen Aktionsprogramms spielen aber nicht zuletzt die Wohlfahrts- und Sozialverbände. Und bei denen rennt der OB offenbar offene Türen ein. "Wir begrüßen das Aktionsprogramm und bieten an, unsere praktischen Erfahrungen einzubringen", erklärte Caritas-Geschäftsführer Georg Rupa gestern für seine Organisation und die caritativen Fachverbände in der Stadt vom Malteser Hilfsdienst bis zum Sozialdienst katholischer Frauen, die zusammen rund 60 Einrichtungen und soziale Dienste in der Stadt vertreten.

Die Themen Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und bessere Bildung sehen die Experten dabei als zentrale Herausforderungen. Wichtig sei dabei, die vorhandenen Einrichtungen einzubeziehen. Nicht ohne Skepsis wird deshalb die angekündigte Einrichtung der Sozialbüros in den 13 Problembezirken gesehen. "Es dürfen keine Parallelstrukturen zu bestehenden Angeboten geschaffen werden", mahnt Caritas-Vertreter Manfred von Kölln.

Ideal wäre eine Zusammenarbeit wie zwischen Haus- und Fachärzten. Wobei die Fachdienste vor Ort dann bei einer steigenden Zahl an "Überweisungen" aus den Sozialbüros schnell an die Grenzen ihrer Kapazitäten stoßen könnten. "Mit den aktuellen Ressourcen wird es nicht gehen", glauben die Verbandsvertreter. Und damit auch nicht wie vom OB erhofft, "kostenneutral". Oli

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