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Spektakuläre Fälle heute vor Gericht

Dreifacher Kindsmord und Messerattacke

30.05.2007

Die beiden spektakulärsten Kriminalfälle des vergangenen Jahres werden ab heute vor dem Dortmunder Landgericht verhandelt: Vor dem Schwurgericht muss sich Sabrina L. wegen dreifachen Kindsmordes verantworten, in der Jugendkammer wird Christopher P. (Foto) wegen versuchten Totschlags zur Rechenschaft gezogen. Der 20-Jährige hatte seiner Freundin Sarah S. (14) mit einem Teppichmesser die Kehle aufgeschnitten. Die 26-jährige Mutter hatte Anfang Oktober gestanden, ihre Söhne Pascal-Maurice und Kevin sowie ihre Tochter Chantal jeweils mit einem Kissen erstickt zu haben. Das Mädchen wurde nur zwei Monate, die Jungen eineinhalb Jahre alt. Das erschütternde Verbrechen hatte auch deshalb für große Empörung gesorgt, weil bereits nach dem Tod des ersten Kindes eine polizeiliche Ermittlung lief - mangels Beweisen wurde die Akte geschlossen. Einem psychiatrischen Gutachten zufolge ist die Angeklagte voll schuldfähig. Wie im Vorfeld des Prozesses gegen Christopher P. zu erfahren war, will er die Messerattacke einräumen. «Was Einzelheiten angeht, beruft er sich jedoch auf Erinnerungslücken», sagt sein Rechtsanwalt Uwe Dörsing. Ziel der Verteidigung sei eine Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung. «Er hat geweint und freiwillig aufgehört, als das Mädchen sagte, es wolle nicht sterben», so Dörsing. Im Internet soll sich Christopher P. dagegen über seine Tat nur wenig geschockt gezeigt haben. Angeblich kündigte er den Angriff zuvor detailliert einer Chat-Bekanntschaft an - und meldete an gleicher Stelle später auch Vollzug. Die Ermittlungen sollen ergeben haben, dass die Texte eindeutig von seinem Computer versendet worden sind. weg/von

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