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Statt Forschen auch mal Fußball

DORTMUND "Fischmädchen" neckten die Klassenkameraden Isha Jain (Foto) gern, weil das Interesse der außergewöhnlichen Nachwuchswissenschaftlerin lange den Zebrafischen galt. Ihr gelang es, auf mikroskopischer Ebene zu messen, dass die Knochen in den Flossen von Zebrafischen in Schüben statt gleichmäßig wachsen. Sie hofft, dass ihre Ergebnisse zur Entwicklung von Therapien bei Wachstumsstörungen und Knochenbrüchen beitragen.

von Von Gaby Kolle

, 15.02.2008
Statt Forschen auch mal Fußball

Isha Jain ist Finalistin beim so genannten "Jugend-Nobelpreis".

Wenn Isha nicht gerade auf dem Niveau einer Doktorandin forscht, spielt sie Fußball, bezaubert mit klassischem indischen Tanz, bastelt Schmuck und ist Mitglied im heimischen Ski-Club. Bei allen Erfolgen wirkt sie herrlich normal. "Ich habe das Fußballspiel Sonntag am Bildschirm gesehen", erzählt sie - und meint Borussia gegen Schalke.

Finalistin bei "Junior-Nobelpreis"

Ihren Forschungsaufenthalt in Dortmund wird sie zweimal unterbrechen und zurück in die USA müssen. Zum einen im März nach Washington als einer von 40 Finalisten für den so genannten "Junior-Nobelpreis" - mit Aussicht auf ein weiteres 100 000 Dollar-Stipendium. Das erste gewann sie beim Siemens-Wettbewerb für Mathematik, Naturwissenschaften und Technologie in New York für ihre bahnbrechende Forschung an Zebrafischen. Das zweite Mal reist sie im April als Teilnehmerin einer Biologie-Konferenz nach San Diego.

Zukunft an Elite-Universität

Nach dem Sommer will Isha, die die Highschool im Winter vorzeitig beenden durfte, Biologie und Medizin studieren. An einer Elite-Universität. Yale möchte sie haben, doch Isha lieber nach Havard, Princeton oder ans MIT. "Das ist noch ein bisschen offen", sagt sie.

"Wir sind stolz darauf, sie hier zu haben", freut sich MPI-Geschäftsführer Dr. Peter Herter, "es wäre ein Supererfolg, wenn wir sie mal später für eine wissenschaftliche Arbeit zurückgewinnen können."

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