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Straße zu, Straße auf

DORTMUND Wer hat nicht schon mal darüber den Kopf geschüttelt: Kaum hat ein Bautrupp nach dem Verlegen neuer Leitungen für Strom, Gas, Wasser oder Telekommunikation Gräben und Löcher in einer Straße geschlossen, kommt der nächste und reißt die Straße wieder auf.

von Von Gaby Kolle

, 29.02.2008

Mit dem Ergebnis: Baugruben – häufig schlecht gesichert – bleiben trotz zügiger Arbeitserledigung oft über Wochen und Monate geöffnet oder werden auf lange Sicht nur provisorisch hergerichtet. Und wenn Bürgersteige und Fahrbahnen endlich wieder geflickt sind, dann oft nur mangelhaft. Risse, Wölbungen, Kanten, undichte Fugen, fehlerhafte Randeinfassungen und krumme Schnittkanten sind keine Seltenheit. Fahrbahnmarkierungen werden teilweise nicht ersetzt, angrenzende Grünflächen beschädigt.

10.000 so genannte Klein-Aufbrüche muss das öffentliche Straßen- und Wegenetz der Stadt pro Jahr verkraften. Für die Koordination, Betreuung, Kontrolle und Abnahme der Arbeiten ist das Tiefbauamt zuständig, das hier organisatorisch einiges zu verbessern hat. „Dringend“. Zu diesem Ergebnis ist jedenfalls die Mobile Prüfgruppe des Rechnungsprüfungsamtes gekommen, das von 2004 bis 2006 verschiedene Baustellen angefahren und mehrere Blicke in die Aufbruchsakten geworfen hat.

Mit ihrer Kritik rennen die Revisoren bei der Tiefbauverwaltung offene Türen ein. Bereits seit mehreren Jahren ist das Amt mit dem Thema „Aufbrüche“ beschäftigt und will jetzt den Bericht der Rechnungsprüfer zur Beseitigung der Fehlerquellen nutzen. Abhilfe soll u.a. eine EDV-gestützte Aufbruchsverwaltung schaffen, die zurzeit entwickelt wird. Damit soll jeder „Versorgungsaufbruch“ in seinen Einzelphasen bis zum Ende der fünfjährigen Garantiezeit erfasst werden. Gleichzeitig will das Tiefbauamt genauer darauf achten, dass Straßen und Wege von den Bautrupps der Versorgungs- und Telekommunikationsunternehmen wieder ordentlich hergerichtet werden. Schließlich handelt es sich um das Eigentum der Stadt und ihrer Bürger.

Beim Straßenneubau dagegen, betont die Tiefbauverwaltung, sei die systematische Koordination beim Verlegen von Leitungen bereits Alltag.

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