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Thema Leiharbeit jetzt vor dem Kadi

18.02.2008

Bei der Wilo AG hängt weiterhin der Haussegen schief: Das Arbeitsgericht wird kurzfristig über den Einsatz von Leiharbeitskräften entscheiden müssen. Für eine längerfristige Lösung hofft Personalleiter Gunnar Thiel darauf, dass sich beide Seiten bis März auf eine Betriebsvereinbarung zu dem Thema einigen können.

Wie berichtet will Wilo einige befristete Arbeits- in Leiharbeitsverhältnisse überführen. Der Betriebsrat spielt da nicht mit. Denn aus Mitarbeitern mit befristeten Verträgen, die kurz vor einer Übernahme stünden, sollten nun Leiharbeiter werden, so die Arbeitnehmervertretung.

"Unsere Leiharbeitsquote liegt unter 2% und damit unter dem Branchenschnitt, der sich zwischen 5 und 10% bewegt", betont Thiel. In absoluten Zahlen heißt das, dass von den 1098 Beschäftigten in Dortmund 102 befristete Arbeits- und 20 Leiharbeitsverträge haben. Die Leiharbeitskräfte seien notwendig, um Produktionsspitzen auffangen zu können. Wenn sich der Betriebsrat dieser Lösung verschließe, könne Wilo nicht anders reagieren, als Subunternehmer einzusetzen oder die entsprechenden Produktionsmengen auszulagern. "Das heißt aber in keiner Weise, dass wir hier in Dortmund die Produktion oder auch nur Teile davon schließen wollen. Es ist auch überhaupt nicht daran gedacht, feste Mitarbeiter in Dortmund abzubauen. Im Gegenteil, wir haben in den letzten Jahren mehr als 120 feste Arbeitsplätze neu geschaffen", unterstreicht der 43-Jährige. Aber die Prognosen wiesen darauf hin, dass die Branche nicht mit einem nachhaltig sicheren Wachstum rechnen könne. Den befristeten Kräften hätte man nach Auslauf der Verträge Leiharbeitsverträge zu vergleichbaren Entgeltbedingungen angeboten. Das sei am Betriebsrat gescheitert.

Dessen Vorsitzender Martin Janz wollte sich gestern nicht zu dem Thema äußern. Dem, was der Betriebsrat bereits gesagt habe, sei nichts hinzuzufügen. kiwi

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