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Thier-Projekt vor Entscheidung

DORTMUND In der kommenden Woche dürfte die Entscheidung fallen, ob das vom Hamburger Entwickler ECE geplante Einkaufszentrum auf dem Thier-Gelände realisiert werden kann.

von Von Oliver Volmerich

, 07.02.2008
Thier-Projekt vor Entscheidung

Die Silberstraße soll beim Bau des ECE-Einkaufszentrums zwischen Potgasse und Martinstraße zwar geschlossen, der „Durchblick“ durch eine transparente Gestaltung des Übergangs aber gewahrt bleiben.

Am Mittwoch wollen sich die großen Ratsfraktionen in Sondersitzungen die detaillierten Planungen von den ECE-Vertretern vorstellen lassen – vorausgesetzt, Entwickler und Planungsverwaltung sind sich bis dahin einig. Die Vorlage für den Start des nötigen Bebauungsplans ist im Prinzip seit Wochen fertig. Was fehlt, sind die Zahlen zur Größe des geplanten Einzelhandels.

32 500 Quadratmeter plus der ebenfalls von ECE übernommenen Flächen im Berlet-Haus mit 5500 Quadratmetern wollten ursprünglich die Entwickler. Was nicht nur in der Politik auf Skepsis stieß. Auch der Einzelhandelsverband und der Konsultationskreis Einzelhandel, der die Politik berät, hat Bauchschmerzen bei dieser Größenordnung. „Vorn muss eine 2 stehen“, hatte SPD-Fraktionschef Ernst Prüsse zuletzt als Maxime ausgegeben. Und ECE zeigte sich auch kompromissbereit.

Trotzdem wird bis zuletzt um jeden Quadratmeter gefeilscht. Erst am Montag dürfte nach letzten Gesprächen in der Verwaltung die Entscheidung über die Größenordnung fallen. Die Latte soll nach RN-Informationen bei 27500 Quadratmetern plus Berlet-Haus – insgesamt also 33 000 Quadratmetern Einzelhandelsfläche – liegen.

Zugleich drängt man auf einen größeren Anteil an Unterhaltungsangeboten. Die hatte ECE bislang auf rund 800 Quadratmetern gemischt mit Gastronomie in einer so genannten „Sky Lounge“ über den Einkaufsebenen vorgesehen. Und auch Wohnen soll mit Flächen im alten Thier-Verwaltungsgebäude und auf dem Nordwest-Eck von Martin- und Silberstraße eine Rolle spielen.

Brücke vom Tisch

Fortschritte gibt es in jedem Falle bei der Gestaltung des geplanten Centers, das gestern erneut Thema im Gestaltungsbeirat war. Dort wurden die Planungen von den Experten deutlich positiver aufgenommen als bei der Vorstellung vor einigen Wochen. Mehr oder minder vom Tisch ist der Wunsch, eine Brücke über die Silberstraße zu schlagen. Sie soll vom geplanten Gebäuderiegel zwischen Berlet- und Thier-Gelände überbaut und dazu durchtrennt werden. Gewünscht ist vom Beirat aber eine transparente Gestaltung des Übergangs etwa mit großen Glasflächen. Was nun zu untersuchen ist.

Besonders betont werden sollen die geplanten Eingänge zum Zentrum an der Silberstraße. Und für die Fassadengestaltung des Gesamtkomplexes soll ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Denn wie für den Inhalt des Centers gilt auch für die „Verpackung“: Die Qualität muss stimmen.

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