Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Uni-Alltag schlägt aufs Gemüt

01.02.2008

Uni-Alltag schlägt aufs Gemüt

<p>Der Griff zur Tablette: Für manche gehört er zum Studium dazu. Techniker</p>

Den Studierenden schlägt der Unialltag aufs Gemüt. Jeder Dritte leidet unter Konzentrationsstörungen und Nervosität, bei jedem Vierten kommen Kopfschmerzen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen hinzu.

Zu diesem Fazit kommt eine Studie der Techniker Krankenkasse (TK), an der sich auch rund 200 Studierende der Technischen Universität Dortmund beteiligt haben. Die Befragten nannten am häufigsten Zeitdruck, Hektik und fehlende Rückzugsmöglichkeiten als belastende Faktoren. Wie stark mentale Beschwerden beim akademischen Nachwuchs verbreitet sind, belegt auch eine Arzneimittelauswertung der Kasse. "Statistisch gesehen erhält jeder Studierende für fünf Tage im Jahr Medikamente gegen Depressionen", erklärt TK-Gesundheitsmanager Joachim Schröer. Zum Vergleich: Berufstätige in dieser Altersgruppe erhalten das Mittel für nur 3,5 Tage.

Auffällig ist, dass der Anteil der Studierenden, die Antidepressiva nehmen, mit dem Alter zunimmt. Von den 30- bis 34-Jährigen bekommen mehr als drei Prozent der Männer und rund sechs Prozent der Frauen Medikamente gegen Depressionen verordnet. Bei den 20- bis 24-jährigen Studierenden sind lediglich ca. ein Prozent der Männer und zwei Prozent der Frauen betroffen.

Die Studie "Gesund studieren" entstand in Zusammenarbeit mit der Uni Bielefeld und der Landesunfallkasse NRW. Zwischen 2006 und 2007 wurden mehr als 3000 Studierende aus NRW an vier FHs und zwölf Unis befragt. Die Auswertungen der Arzneiverordnungen basieren auf Daten von mehr als 130 000 Studierenden.

Lesen Sie jetzt