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UNICEF braucht "mehr Transparenz"

04.02.2008

Zwei Jahre war Heide Simonis Vorsitzende des Kinderhilfswerks UNICEF in Deutschland. Nach Berichten über ein unkorrektes Finanzgebaren in der Kölner Zentrale und monatelangen Querelen mit den Verantwortlichen in den eigenen Reihen, gab die 64-Jährige am Wochenende ihren Rücktritt bekannt.

Im Gespräch mit den RN zeigte sich Wolfgang Hübel (Foto), Leiter der UNICEF-Arbeitsgruppe Dortmund, enttäuscht.

Wie haben Sie und Ihre Mitarbeiter auf den Rücktritt reagiert?

Hübel: Die Entscheidung von Frau Simonis hat bei uns ehrenamtlichen Mitarbeitern Betroffenheit ausgelöst. Für uns war sie die Person, die in der Sache für Aufklärung gesorgt hätte.

Und die ist von Simonis' kommissarischem Nachfolger, Reinhard Schlagintweit, nicht zu erwarten?

Hübel: Naja, wir versprechen uns davon keine große Aufbruchstimmung. Heide Simonis hatte das Vertrauen der Basis und ist gegangen worden. Das macht es schwierig, unsere Glaubwürdigkeit wiederherzustellen.

Was wäre dafür notwendig?

Hübel: Natürlich eine Aufklärung der Anschuldigungen und mehr Transparenz, was die Geschäftsvorgänge angeht. Ein wichtiger Schritt wäre, wenn die Ehrenamtlichen mehr Einblick in die Aktivitäten der hauptamtlichen Mitarbeiter bekämen - und damit auch mehr Kontrolle. Aber bisher haben wir dazu noch nichts gehört. bel

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