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Verbrüderte Buhmänner der SPD

07.02.2008

SPD-Parteichef Franz-Josef Drabig (Foto) geht davon aus, dass er auf dem Parteitag am 16. Februar im Goldsaal mit mindestens 60 Prozent der Stimmen (ohne Gegenkandidaten) wiedergewählt wird. Vor zwei Jahren war er mit 78 Prozent als neuer Hoffnungsträger der Dortmunder Genossen an die Parteispitze geh ievt worden.

Es sei normal, dass man bei einer zweiten Wahl weniger Stimmen einfahre, erklärte er auf RN-Nachfrage. Auch Werner Zeitler, einer seiner Vorgänger, sei nur mit 63 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. Außerdem, so Drabig, "braucht die Partei einen starken Motivator, um die anstehenden Wahlen zu gewinnen."

In den immer wieder aufflammenden Querelen mit der Fraktion und vor allem mit OB Dr. Gerhard Langemeyer (SPD) in der Personalpolitik und bei Sachthemen sieht Drabig nichts Außergewöhnliches: "Es ist völlig klar, dass eine Partei, die ein paar Jahre nicht stattgefunden hat, sich zwischen den beiden anderen Machtzentren - Verwaltung und Fraktion - erst wieder emanzipieren muss." Das gehe wesentlich einfacher mit der Fraktion. Der OB dagegen habe eine überparteiliche Rolle wahrzunehmen.

Das sei kein Streit zwischen Langemeyer/Drabig, sondern wie man die Ansprüche von Partei, OB und Fraktion übereinander bekomme. Über die Zukunft des Regionalverbandes Ruhrgebiet (RVR) seien Langemeyer und er sogar "verbrüderte Buhmänner" für alle anderen, sagte Drabig. Und weiter: "Die Partei hat das Bedürfnis, im wichtigen kommunalen Geschäft mitzuwirken." Vor allem über die Personalpolitik müsse man früher sprechen, "bevor jede Woche eine neue Sau durchs Dorf getrieben wird."

Partei, Fraktion und OB seien bei allem internen Streit über unterschiedliche Auffassungen darauf angewiesen, gemeinsam nach vorn zu marschieren, betont Drabig. ko

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