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Viele stehen noch ohne Lehrstelle da

«Tag des Ausbildungsplatzes»

22.05.2007

Werner Schickentanz (Foto), Chef der Agentur für Arbeit in Dortmund, wirbt weiter um mehr Lehrstellen. Jeder, der in den Unternehmen über die Einstellung junger Menschen entscheidet, sollte immer daran denken, «dass auch ihm ein Personalverantwortlicher einmal eine Chance gegeben hat», sagte Schickentanz. Zum «Tag des Ausbildungsplatzes 2007» beklagte er die «fehlende Weitsicht» vieler Firmenchefs. «Sie laufen sehenden Auges in einen Fachkräftemangel hinein.» Vor allem kleine und mittlere Firmen machten sich erst Gedanken, wenn das Kind in den Brunnen gefallen sei. Entsprechend bleibe die Lage auf dem Ausbildungsmarkt auch in diesem Jahr angespannt. Daran ändere auch die gute Konjunktur nichts. «Der wirtschaftliche Aufschwung macht sich bislang noch nicht am Lehrstellenmarkt bemerkbar.» So suchten seit Beginn des Berufsberatungsjahres (Oktober 2006) 5232 Jugendliche in Dortmund und der Region einen Ausbildungsplatz. Das sind zwar 111 junge Menschen weniger als noch im Vorjahr. Allerdings sank auch die Zahl der gemeldeten Plätze - um 206 auf 2563. Und so wollte Schickentanz nichts beschönigen. Insbesondere sei die Zahl der Altbewerber - also der Jugendlichen, die im letzten Jahr leer ausgegangen waren und es jetzt noch einmal versucht haben - weiter gestiegen. Gleichwohl gibt es sie noch - Firmen, die in vorbildlicher Weise ausbilden. Das «rui-Institut» für Rationalisierung und Automation bietet vier zusätzliche Ausbildungsplätze zum Bürokaufmann an. Firmenchef Herbert Ruppert: «Wir finden keine geeigneten Leute mehr. Deshalb bilden wir nun verstärkt aus.» ar

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