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Vielfalt als Bereicherung erleben

13.02.2008

Vielfalt als Bereicherung erleben

<p>Elisabeth Limmer (r.) und Serena L`hoest mit Kindern beim Musizieren. Belouanas</p>

Längst steckt das Kindermuseum mondo mio nicht mehr in den Kinderschuhen, lockte seit Eröffnung Ende Mai 2007 bis Jahresende rund 25 000 Besucher in die Räumlichkeiten im Westfalenpark. Zum Vergleich: "Das Museum am Ostwall hatte im gesamten Jahr 2007 nur rund 23 000 Gäste", resümiert Kulturdezernent Jörg Stüdemann.

Mit der neuen Geschäftsführerin Elisabeth Limmer an Bord, will man die Zahlen in den kommenden Jahren noch steigern. "60 000 bis 80 000 pro Jahr", schweben Stüdemann da vor. Gemeinsam mit ihrer Kollegin, der Pädagogischen Leiterin Serena L`hoest (33), will die 44-jährige Geschäftsführerin deshalb zunächst mehr Angebote für Kleinkinder im Alter von drei bis sechs Jahren schaffen.

Gleichzeitig soll das interkulturelle Lernen in den Vordergrund rücken. Dazu plant sie u.a. "Kulturreisen" etwa in chinesische oder türkische Welten. "Die Kinder können z. B. Musikinstrumente aus der Türkei in die Hand nehmen, sich als Bauchtänzerin oder Derwisch verkleiden oder die türkische Schuluniform anziehen", erklärt Elisabeth Limmer.

Mit solchen Aktionen wollen die Leiterinnen den Kindern Achtung, Wertschätzung und gegenseitigen Respekt vermitteln. "Damit sie Vielfalt als Bereicherung erleben", so Limmer. Vorerst planen die beiden Frauen, erstmal kräftig die Werbetrommel zu rühren, damit auch Schulklassen und Kindergartengruppen aus umliegenden Städten ins mondo mio stürmen.

Die dafür nötige Erfahrung dürfte Elisabeth Limmer mitbringen. Sowohl Theorie als auch Praxis sind ihr vertraut: Schon am Aufbau des Kindermuseums Zoom in Wien war sie beteiligt, arbeitete dort anschließend auch als Kuratorin. Zuletzt war sie als Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Kinder- und Jugendmuseen in Nürnberg im Einsatz. Jetzt plant sie, mondo mio vor dem Kulturhauptstadtjahr 2010 in der regionalen Kulturlandschaft zu positionieren. bel

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