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Mann fällt mit Schrottauto bei Verkehrskontrolle auf

Polizei klärt zufällig Unfallflucht auf

Mit einem schwer beschädigten Renault rollte ein 22-jähriger Dortmunder am Donnerstagmorgen durch Hörde. Er geriet unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stehend in eine Verkehrskontrolle - die Polizisten brachten ihn zu seiner Lebensgefährtin. Durch deren Redseligkeit erfuhren die Beamten von einer Unfallflucht.

Dortmund

27.04.2018
Mann fällt mit Schrottauto bei Verkehrskontrolle auf

Die Polizei konnte durch eine Verkehrskontrolle eine vergangene Unfallflucht aufklären. © dpa

Um kurz vor 11 Uhr fuhr am Donnerstag (26. April) ein 22-jähriger Dortmunder mit seinem schwer beschädigten und eigentlich nicht mehr fahrbereiten Renault Clio über die Hochofenstraße in Hörde. Eine Streifenwagenbesatzung wurde natürlich auf das rollende Vehikel aufmerksam und kontrollierte den Fahrer sowie das Auto.

Mann stritt ab, Alkohol getrunken zu haben

Das Auto wies erhebliche Schäden an der gesamten Beifahrerseite auf, der rechte vordere Scheinwerfer war kaputt, die Felgen waren verbogen, dem rechten Vorderrad war die Luft ausgegangen. Zur Fahrt mit dem Wrack gab der 22-Jährige an, dass er das Auto lediglich von einem Supermarktparkplatz abgeholt habe, um es reparieren beziehungsweise verschrotten zu lassen.

Der Mann stritt ab, Alkohol getrunken oder Betäubungsmittel genommen zu haben - die Vortests, die die Polizisten durchführten, brachten jedoch ein positives Ergebnis.

Die Polizeibeamten ordneten eine Blutprobenentnahme zur Feststellung von Alkohol und Betäubungsmitteln im Blut an. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Lebensgefährtin erzählt Polizisten von Unfallflucht

Die Polizisten brachten dem Mann zur Wohnung seiner Lebensgefährtin. Die Frau, so schreibt die Polizei-Pressestellte, „übergoss die Ordnungshüter mit einem fast nicht zu bremsenden Redeschwall“. Aus diesem hätten die Beamten erfahren: Der Renault sei offenbar in der Nacht zu Donnerstag bei einem Alleinunfall mit einer Leitplanke an der B1, möglicherweise in Höhe der Abfahrt Kley, beschädigt worden.

Zweck der Fahrt - laut Polizei vermutlich unter Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln - sei es gewesen, in einem Schnell-Restaurant noch etwas zu essen. Mit dem Schaden am Auto fuhr das Paar zurück bis nach Hörde - ohne die Polizei über den Unfall zu informieren.

Die redselige Frau stand nach Eindruck der Beamten am Donnerstag ebenfalls unter deutlichem Einfluss von Betäubungsmitteln. Und gab diesen auch unumwunden zu und gab eine Blutprobe ab.

Polizisten klärten eine Unfallflucht auf

Den Führerschein wollte die Frau den Beamten zunächst aber nicht geben: Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmten die Beamten diesen. Aus Sicht der Polizei lohnte sich der Einsatz: Die Beamten erfuhren von dem nächtlichen Unfall mit Flucht und klärten ihn gleichzeitig auf. Die Ermittlungen gegen das Pärchen dauern an.

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