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Wenige, die viel Mist bauen

18.02.2008

Scharnhorst Zaki Stiane ist wortgewandter Beatboxer - eine Musikart, bei der man mit dem Mund Beatgeräusche nachahmt - und eifriger Fürsprecher seines Stadtteils. In der Erfahrung der Pädagogen des Zentrums stehen seine Aussagen repräsentativ für die Meinung der Jugendlichen.

"Tatsächlich gibt es einen krassen Gegensatz zwischen dem Bild von Scharnhorst in den Medien und dem, was die Anwohner haben", erklärt der Schüler. Wenige Leute, die viel Mist bauten, bestimmten das Image der Jugendlichen in der Öffentlichkeit und sorgten so dafür, dass es schnell auf alle jungen Menschen, die im Stadtteil wohnen, übertragen würde. Das hat Zaki Stiane am eigenen Leib erfahren: "Als ein Arbeitgeber aus Lünen sah, dass ich hierher komme, machte das einen schlechten Eindruck", erzählt Zaki - und Klaus Scheper vom Zentrum kann etliche Beispiele dieser Art hinzufügen.

In Wirklichkeit sei es in Scharnhorst weder besonders gefährlich, noch nähmen alle Jugendlichen Drogen. "Ganz im Gegenteil. Viele von uns wohnen gerne hier und haben einen großen Freundeskreis, auf den Verlass ist", bestätigt er die gesammelten Meinungen von Conny Bothe und René Sonn. Was er sich vorstellen könnte, wäre eine Runde von Politikern, Jugendlichen, dem Jugendamt und den Medien, bei der man miteinander redet und Positionen austauscht. Sewe

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