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Wenn nicht nur Kamelle regnen ...

Den Regenschirm stülpten deutlich weniger Zaungäste als sonst zum Kamelle-Fanggerät um. Die meisten nutzten ihn in seiner Grundbestimmung: als Regen-Schutz.

04.02.2008

Kein Wunder, bei diesem S..wetter. Selten hat Petrus die Narren in den vergangenen Jahren dermaßen im Stich gelassen wie gestern. Folglich fanden auch deutlich weniger als die 250 000 des vergangenen Jahres (sonnig, relativ mild) den Weg zum närrischen Lindwum. Doch die knapp 200 000, die gekommen waren, bereuten es nicht. Sie feierten getreu dem Motto: "Kennt auch der Regen kein Pardon, der Dortmund-Narr rennt nicht davon." Und viele schützten ihr Kostüm durch einen Plastiküberzug.

Zum Dank prasselten statt Regentropfen reichlich Kamelle auf die Zuschauer am Rande der Strecke nieder. 120 Zentner Bonbons und andere Süßigkeiten hatten die 22 Wagen geladen. Besonders freigiebig zeigte sich die Deutsche Bühne. Kein Wunder, feiert sie doch in diesem Jahr 130-jähriges Bestehen. Sie hatte denn auch einen Dauerbrenner zum Thema ihres Wagens gemacht: das geplatzte Bahnhofsprojekt. Stattdessen kam die viel geschmähte "Pommesbude mit Gleisanschluss" zu Ehren, aus der aber immerhin ein fröhlicher Clown lachte.

Überhaupt die Politik: Sie lieferte in diesem Jahr reichlich Munition für die Karnevalisten. Angefangen vom Zugmotto "Im Rathaus und im Bund ganz groß sind alle scharf auf unser Moos" bis zu Themen wie Preisanstieg, Klimaschutz, Mini-Umweltzone oder den Billigfliegern am Flughafen. Einer war als politisches Schwergewicht sogar doppelt im Zug vertreten: Oberbürgermeister. Dr. Gerhard Langemeyer. Die Roten Funken hatten ihn als Pappmaché-Figur in eine Badewanne mit geplatzten Seifenblasen-Träumen gesteckt. Hinten im Zug stand der OB leibhaftig auf dem Wagen des Närrischen Rates - gut geschützt durch eine Dortmund-Mütze.

Die Regenten der Stadt waren an diesem Tag aber natürlich die Prinzenpaare. Angelika I. und Markus I. jubelten dem närrischen Volk vom letzten Wagen zu. Mittendrin im Getümmel waren Eileen I. und Henrik I. als Kinderprinzenpaar. Der kleine Prinz war am Ende ganz begeistert: "Es war feucht, aber es hat Spaß gemacht." oli/jöh

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