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Wie ein Stern am Himmel

Waldorfpädagogik interessiert Erzieherinnen aus Korea / Besuch in Scharnhorst

23.05.2007

Dong Kim, Soon Sim Jeoung, Hyun Jung Choi, Ok Hwa Kim und Hyun Ja Jang haben vor zwei Jahren die Leiterin des Waldorfkindergartens, Marianne Sieger, kennen gelernt. Sie war nach Seoul eingeladen, um mit 70 koreanischen Kolleginnen Beispiele und Hintergründe der Praxis im Waldorfkindergarten zu erarbeiten. Ihr Engagement hat die fünf Praktikantinnen so beindruckt, dass sie die Kosten für die weite Reise nicht scheuten, um nach Dortmund zu kommen - und weiter zu lernen. Und wie klappt's mit der Verständigung? «Mit Händen und Füßen», lacht Marianne Sieger. Doch wenn es darauf ankommt, helfen Chung Sook Hupf und Kum Cho Eitner: Die beiden Frauen haben sich spontan bereit erklärt, zu dolmetschen und ein wenig Reiseführer zu spielen, unterstützt von den Eltern des Kindergartens. «Korea ist in einer Umbruchphase», erzählt Chung Sook Hupf. «Bislang zählten in dem Land nur Leistung und Erfolg. Der Druck hat schon bei den Kleinsten in den Kindergärten begonnen. Jetzt ist das Land satt und merkt, dass das soziale und emotionale Verhalten auf der Strecke geblieben ist.» «Unsere ganz auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtete Waldorfpädagogik steht dort jetzt wie ein Stern am Himmel der Erziehung und Bildung. Immer mehr aufgeschlossene koreanische Pädagogen wie auch Eltern wollen dem näher kommen», ergänzt Marianne Sieger. Dem Nachwuchs jedenfalls gefällt der Besuch aus Korea. «Die Jungen und Mädchen haben ganz neugierig reagiert», freut sich die Leiterin. «Wir sind ohnehin ein offenes Haus. Hier gibt's 70 Kinder aus sieben Nationen unter einem Dach.» Petra Frommeyer

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