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Wilde Kerle wüten mit weichem Herzen

Wenn Kinder streiten, fliegen Bauklötze, wenn Erwachsene streiten die Fetzen und wenn sich Monster in die struppigen Haare bekommen, sausen ganze Gebirgsketten durch die Luft.

17.02.2008

Es sind zwei coole Kerle, das rote und das blaue Monster, die im Sckelly des Kinder- und Jugendtheaters ihr Zelt aufgeschlagen haben. Liebenswert und frech bis in die Polyacrylfellspitzen. Jedes der "Zwei Monster" von Gertrud Pigor nach dem Bilderbuch "Du hast angefangen! Nein du!" bewohnt eine Berg-Zeltseite (fantasievolle Ausstattung: Philine Rinnert), vor der Tür fährt eine Spielzeug-Eisenbahn, auf dem Zelt-Berg kraxeln Bergsteiger, die Monster-sei-dank selten den Gipfel erreichen. Tennis spielen die Kinderzimmer-Rübezahls und singen schöne Rap- und Country-Lieder, die Regisseur Hartmut El Kurdi komponiert hat. Kindgerecht, amüsant und gar nicht zum Fürchten hat er das Stück für die Vierjährigen auf die Bühne gezaubert.

Es könnte so friedlich sein, wenn es keinen Streit gäbe, was passiert, wenn die Sonne untergeht: Kommt dann die Nacht oder geht der Tag? Eine Rahmengeschichte hat Pigor der Bilderbuchhandlung hinzugefügt und DJ Martini die Geschichte vom Traum der Monster, wie ein Bussard fliegen zu können.

Sonne führt Regie

Der Streit gerät dadurch etwas ins Hintertreffen - das Stück wird zum Spiel im Spiel, bei dem die Sonne Regie führt. Mit sonnigem Gemüt zieht Anna Schmidt als heiße Diva die Fäden. Roman Konieczny ist ein liebenswerter roter Kerl mit ausgeprägter Mimik, Bastian Thurner der gebrechlichere blaue Kerl. Streit gehört zum Leben, lernen die Kinder, aber es geht dabei viel kaputt - auch der Berg. Julia Gaß

Karten unter Tel. 5 02 72 22.

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