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Wüstentanz und Exil-Theater

Was fällt einem heute zum Iran ein? Nur noch die Stichworte Atomstreit und Islamisierung? Das erste iranische Theaterfestival will jenseits aktueller Nachrichten den Blick für die Geschichte und Kultur des Landes öffnen.

01.02.2008

Wüstentanz und Exil-Theater

<p>Tanz entlang der Seidenstraße. Foto Depot</p>

Drei Tage lang haben Interessierte vom 8. bis 10. Februar Gelegenheit, sich in Musik, Theater und Tanz aus Persien zu vertiefen - dargeboten von Exil-Iranern, die fernab der Heimat versuchen, ihre Traditionen zu bewahren und weiterzuentwickeln. Mohsen Magsoudi vom Verein für iranische Kultur und Gesellschaft hat das Festival mit Unterstützung des Kulturbüros im Depot an der Immermannstraße organisiert.

Los geht es am Freitag (19 Uhr) mit orientalischem Tanz. Anupama und Shahrazad tanzen sich die Seidenstraße entlang - von Südeuropa durch Ägypten, Arabien, Persien und über Indien bis nach China. Ein indischer Gebetstanz gehört ebenso zum Programm wie nepalesischer Tempeltanz oder der Wüstentanz "Kalyo", bei dem sich die Tänzerin wie eine Schlange bewegt. Anschließend gibt es ein Publikumsgespräch über Exiltheater, moderiert vom iranischen Regisseur Manutscher Radin.

Dessen Produktion "Eine Elegie über Shakespeare" ist am Samstag (20 Uhr) zu sehen - in persischer Sprache, aber dennoch verständlich. "Im Iran gibt es derzeit nur Religionstheater. Die Exilanten versuchen, auch iranisches Avantgarde-Theater zu zeigen", sagt Magsoudi.

Das Festival endet am Sonntag (19 Uhr) mit der Kölner Sängerin Maryam Akhondy und dem Frauenchor "Banu" - das persische Wort für Frau. Maryam Akhondy, eine Interpretin klassischer persischer Kunstmusik, will die alten Lieder wieder zum Leben erwecken. Undenkbar, dass Frauen im Iran vor Männern singen. Mit ihrer Gesangsgruppe aus Exil-Iranerinnen sieht sich Akhondy als "weibliche Stimme Persiens", die die Gesangskultur der Frauen und der Religionen Irans erforscht. pin

8.-10.2., Immermannstr. 39, VVK (Festivalticket 30 , Einzelkarte 12 ) unter Tel. 98 21 20

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