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Zur OP nach Vietnam

Es ist ihr Jahresurlaub, den manche Ärzte damit verbringen, in Vietnam Lippen- und Gaumenspalten von Kindern zu richten. Ehrenamtlich und kostenlos.

12.02.2008

Einer von 27 Helfern, der dort zwischen dem 29. Februar und dem 6. März zehn Stunden pro Tag am OP-Tisch steht, ist der Dortmunder Anästhesist Dr. Evgeni Khaet. Es ist die sechste Reise, die er für den gemeinnützigen Verein Deviemed, die Deutsch-Vietnamesische Gesellschaft zur Förderung der Medizin in Vietnam, antritt.

"Die Fehlbildungen treten dort drei Mal so häufig auf, wie in unseren Breiten", sagt Dr. Anke Lötte, Vizepräsidentin des Vereins. Schuld daran: "Ein im Vietnamkrieg gespritztes Entlaubungsmittel und Fehlernährung, aber auch zu 30 Prozent Vererbung", so ihre Diagnose.

Für eine Operation nehmen die Familien der kleinen Patienten weite Anreisen von bis zu 600 km in Kauf. "Meist sind es arme Reisbauern, die mit ihren Kindern tagelang zu uns nach Hue oder DaNang unterwegs sind. Barfuß", so Khaet. Zu einer Operation, die pauschal, inkl. Reisekosten für das medizinische Personal, rund 250 Euro kostet - finanziert durch die Privatausgaben der Helfer und Spenden.

Inzwischen sind auch die Mitschüler von Khaets Tochter Lea mit von der Partie. Die Drittklässler von der Landgrafen-Grundschule schnüren gerade ein Hilfspaket mit Briefen und plüschigen Trostspendern für vietnamesische Patienten und Waisenkinder. Patrick (10) gibt den Ärzten sein Entenküken mit auf die Reise: "Die hab` ich damals bekommen, als ich im Krankenhaus lag, weil ich in eine Scherbe gefallen bin."

Wenn alles gut geht, kann das Ärzteteam (Foto) in dem zweiwöchigen Einsatz 150 Kindern ihr Lächeln zurückgeben. bel www.deviemed.de

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