Einbruchs-Vorhersage: NRW-Polizei plant App für Bürger

Kriminalität

Das Landeskriminalamt plant eine App mit Daten aus der internen Einbruchs-Vorhersage. Jeder Bürger soll sehen können, wie beliebt das eigene Wohnviertel bei Einbrechern ist.

Düsseldorf

14.04.2020, 05:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wie beliebt ist mein Wohnviertel bei Einbrechern? Das soll jedem Bürger künftig eine App anzeigen können.

Wie beliebt ist mein Wohnviertel bei Einbrechern? Das soll jedem Bürger künftig eine App anzeigen können. © picture alliance/Illustration

Die Polizei in Nordrhein-Westfalen weitet die Anwendung ihrer Software für Einbruchs-Vorhersagen aus. Wie ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) sagte, wird die Software „Skala“ nach den großen Städten inzwischen auch in zehn Landkreisen eingesetzt. Zudem sei eine App für Bürger angedacht, die mit „Skala“-Daten gespeist werden soll.

Die sogenannte Einbruchgefahrinformation per App war ursprünglich bereits für dieses Jahr angedacht. Wegen der Corona-Krise sei unklar, wann und wie es nun weitergehe, hieß es vom LKA.

Pilotbetrieb in Köln und Duisburg

Bereits umgesetzt wurde die polizeiinterne Ausweitung. Nach dem Pilotbetrieb in Köln und Duisburg war die Software in den vergangenen Jahren nach und nach für alle 17 Polizeipräsidien der kreisfreien Städte eingesetzt worden. „Mittlerweile sind zehn weitere Polizeibehörden (Landratsbehörden) mit aufgenommen worden“, erklärte das LKA.

Die Software „Skala“ (System zur Kriminalitätsanalyse und Lageantizipation) benennt immer montags die Orte, an denen in den kommenden Tagen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Einbrüche besteht. Dazu werden unter anderem Daten aus der Vergangenheit herangezogen. Die Polizeibehörden können an diesen Hotspots dann zum Beispiel häufiger Streife fahren.

lnw

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