Entwarnung in Köln: Bombe ist ungefährlich

Weltkriegsbombe

Es hätte die dritte großangelegte Evakuierung innerhalb weniger Tage werden können: Experten haben in Köln erneut nach einem vermeintlichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht.

Köln/Bochum

26.01.2020, 11:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Entwarnung in Köln: Bombe ist ungefährlich

Fragmente einer bereits explodierten Weltkriegsbombe liegen auf dem Gelände eines Krankenhauses im Stadtteil Köln-Mehrheim. Straßensperrungen und die Evakuierung des Krankenhauses waren nicht nötig. © -/Stadt Köln/dpa

Die Stadt Köln ist am Sonntag von einem erneuten Verkehrschaos wegen einer Weltkriegsbombe verschont geblieben. An einer verdächtigen Stelle auf dem Gelände eines Krankenhauses wurden lediglich Fragmente einer bereits detonierten Weltkriegsbombe gefunden, wie die Stadt mitteilte.

Fragmente: Keine Evakuierung nötig

Die befürchtete Sperrung des Autobahnkreuzes Köln-Ost sowie die Evakuierung einer Klinik mit mehr als 450 Betten waren deshalb nicht nötig. Fachleute waren bei Untersuchungen auf eine „metallische Auffälligkeit“ in der Erde gestoßen. Am Sonntag wurde die Stelle freigelegt, um Gewissheit zu schaffen, worum es sich dabei handelt.

Hätten die Experten tatsächlich eine Bombe gefunden, hätte sie sofort entschärft werden müssen - mit weitreichenden Folgen für die nahe gelegene Autobahn und für die Klinik. Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg hatten in Köln in den vergangenen Tagen schon zweimal für Probleme gesorgt.

Am Dienstag mussten wegen eines Blindgängers Bürokomplexe mit 10 000 Beschäftigten geräumt und der Bahnverkehr auf der zentralen Hohenzollernbrücke zeitweise gestoppt werden. Am Donnerstag waren 550 Patienten und 8000 Mitarbeiter der Uniklinik sowie 5800 Anwohner von einer Entschärfung betroffen.

Bochum: Weltkriegsgranate entpuppt sich als harmloses Brunnenrohr

Wegen des Verdachts eines Kampfmittelfundes wurden am Freitag (24.1) die Straßen in der Bochumer Innenstadt rund um die Abriss-Baustelle des alten Amtsgerichtes an der Viktoriastraße gesperrt. Auch der öffentliche Nahverkehr wurde vorsorglich umgeleitet.

Bauarbeiter waren bei Baggerarbeiten auf einen metallischen Gegenstand gestoßen. Der Größe nach habe es sich um eine Mörsergranate, nicht aber um eine Fliegerbombe handeln können, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag. Der Kampfmittelexperte aus Arnsberg gab aber schnell Entwarnung: Die vermeintliche Granate entpuppte sich als harmloses Brunnenrohr.

dpa/iri

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