Es gibt viele negative Reaktionen auf den geplanten Bau an der Do-Bo-Villa

hzDo-Bo-Villa

Auf Facebook wurde unser Artikel über die Do-Bo-Villa mehrfach kommentiert. Die meisten sprachen sich für den Pächter des Klubs aus – aber nicht alle. Das sind die Pro- und Kontraargumente.

von Alexandra Wachelau

Nordstadt

, 06.08.2019, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Dortmund möchte die Do-Bo-Villa abreißen und an dieser Stelle neue Duschen und Umkleidekabinen für Sportvereine bauen lassen. Seitdem die Stadt diese Pläne veröffentlicht hat, setzt sich Pächter Marcus Schmälter zur Wehr.

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Viele Nutzer auf sozialen Netzwerken stimmen ihm zu. Zwanzig Kommentare hat der Beitrag inzwischen (Stand: 6. August, 17:30 Uhr). „Die Do-Bo-Villa muss bleiben! Punkt“, schreibt eine Nutzerin auf Facebook. Viele schließen sich dieser Meinung an. Eine andere Facebook-Nutzerin holt weiter aus: „Traurig, wenn diese vielfältige Location für Umkleidekabinen weichen muss. Herr Schmälter und sein Team haben so viel Herzblut in die Villa gesteckt“, sagt sie.

Viele finden die Villa wichtiger als Duschen

Sie schreibt weiter: „Die Villa ist der einzige Laden, wo man auch mit knappem Budget Spaß haben kann. Dieser Familienbetrieb darf nicht für Duschen weichen“, sagt sie. Dieser Punkt wurde auch von Schmälter selbst angesprochen. „In der Nordstadt haben die meisten Leute nun einmal wenig Geld. Da passe ich mich auch an, beispielsweise haben Frauen bis 1 Uhr bei mir freien Eintritt“, sagt er.

Sein Konzept scheint bei einigen Usern auch gut anzukommen. „Typisch Dortmund! Da macht jemand etwas, um die Nordstadt aufzuwerten und wird wegen Duschen gezwungen seine Existenz aufzugeben. Nicht einmal auf Gespräche und Vorschläge wird eingegangen“, schreibt ein anderer Nutzer.

Es gibt aber auch andere Meinungen. „Er wird ja wohl einen Mietvertrag unterschrieben haben, in dem genau das steht“, kommentiert ein weiterer Facebook-User. Auch an anderer Stelle wird kritisiert, dass sich Schmälter als Pächter an seinen Vertrag zu halten habe: „Müsste ja alles in seinem Mietvertrag stehen. Vertrag ist Vertrag.“

Nächsten Freitag möchten der Pächter demonstrieren

Generell überwiegen jedoch Mitteilungen, die sich für den Erhalt der Villa aussprechen. „Markus wir drücken alle die Daumen“, steht an einer Stelle. „Dieser Laden ist legendär! Abreißen geht gar nicht. Es gibt sicher nen anderen Platz für Duschen“, schreibt ein anderer Nutzer. „Da hat man ein geilen Klub und die wollen noch mehr Duschen bauen“, meint ein anderer Nutzer.

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Am nächsten Freitag (9. August) möchte er für die Villa demonstrieren. Um 18 Uhr startet die Aktion am Hoeschpark „Am Anfang habe ich 30 bis 50 Leute erwartet, aber inzwischen denke ich, dass wir sogar 100 Leute zusammenkriegen könnten“, sagt Schmälter. Bei der Demonstration werden auch Vertreter von Borsig 11 und dem Freundeskreis, dem Bürgerverein des Hoeschparks, vor Ort sein.

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