Familienministerium wirbt mit Serie für Pflegeberuf - und erhält massenhaft Kritik im Netz

Pflege

Mit der Mini-Serie „Ehrenpflegas“ wollte das Bundesfamilienministeriums auf unkonventionelle Weise für den Pflegeberuf werben. Auf Twitter sorgte die Veröffentlichung für einen Shitstorm.

Berlin

13.10.2020, 15:24 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die neue Mini-Serie "Ehrenpflegas" ernte viel Kritik auf den sozialen Medien.Mit der Produktion wollte das Bundesfamilienministerium auf unkonventionelle Weise bei jungen Leuten für den Pflegeberuf werben.

Die neue Mini-Serie „Ehrenpflegas“ ernte viel Kritik auf den sozialen Medien.Mit der Produktion wollte das Bundesfamilienministerium auf unkonventionelle Weise bei jungen Leuten für den Pflegeberuf werben. © pa/obs BMFSFJ

Die fiktive Mini-Serie „Ehrenpflegas“ des Bundesfamilienministeriums hat am Dienstag in Berlin Premiere gefeiert. Mit der fünfteiligen Serie will das Bundesfamilienministerium auf unkonventionelle Weise bei jungen Menschen für den Pflegeberuf und die neue Pflegeausbildung werben. Die Hauptrollen spielen die drei Netflix-Bekanntheiten Lena Klenke, Lisa Viscari und Danilo Kamperidis.

Die Serie ist ab sofort auf dem YouTube-Kanal des Bundesfamilienministeriums abrufbar. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey erklärte: „Mit der Miniserie „Ehrenpflegas“ wollen wir die Jugendlichen in ihrer Lebenswelt abholen und genau dort erreichen, wo sie sich Informationen holen: in den sozialen Netzwerken.“

Zahlreiche User auf Twitter sind sauer

Doch gerade in den sozialen Medien wird die Serie stark kritisiert. Auf Twitter löste die Veröffentlichung einen Shitstorm aus. Unter dem Hahstag #Ehrenpflegas äußern zahlreiche User ihren Unmut. Nach ihrer Auffassung ist die Serie respektlos und diffamiert den Pflegeberuf. Viele Kritiker arbeiten selbst in der Pflege.

Die fünfteilige Serie ist Bestandteil der Kampagne „Mach Karriere als Mensch!“, mit der das Bundesfamilienministerium über die Chancen und die Vielfalt der 2020 gestarteten vollvergüteten Pflegeausbildung aufmerksam macht.

RND