Frau vor einfahrenden Zug gestoßen – Hamminkelner kommt in die geschlossene Psychiatrie

hzTodesdrama am Bahnhof

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen: Im Juli 2019 stieß ein 28-Jähriger aus Hamminkeln am Voerder Bahnhof eine Frau auf die Gleise. Sie überlebte den Angriff nicht. Es war Mord.

von Stefan Pingel

Hamminkeln

, 29.01.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Landgericht Duisburg hat am Dienstag den 28-jährigen Angeklagten, der im Sommer eine Frau vor einen Zug gestoßen hatte, unbefristet in ein geschlossenes psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Beschuldigte aus Hamminkeln am 20. Juli 2019 die Frau auf dem Bahnsteig in Voerde in Tötungsabsicht vor den einfahrenden Zug stieß, hieß es in einer Mitteilung des Gerichts.

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Die 34-jährige Frau starb noch am Tatort. Der Mann wurde von einem Zeugen festgehalten. Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen. Der Angeklagte stritt vor Gericht ab, die Frau absichtlich auf die Gleise geschubst zu haben.

Das Landgericht hat die Tat als Mord aus Heimtücke gewertet. Die Frau konnte nicht mit einem Angriff auf ihr Leben rechnen und sich deswegen auch nicht zur Wehr setzen. Das Motiv des Angeklagten bleibt aber unklar. Eine Mordlust konnte die Kammer nicht erkennen. Der Täter habe sich keine Befriedigung durch den Tod verschaffen wollen.

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Auch nach einem psychiatrischen Gutachten geht das Gericht davon aus, dass der Mann „auch in Zukunft für die Allgemeinheit gefährlich ist“. Die Unterbringung in die Psychiatrie wurde deswegen unbefristet angeordnet.

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