Für 18 Jahre freies Wi-Fi: Eltern benennen Baby nach Internetprovider

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Harley-David, Bulette oder Naja – in Sachen Namensfindung zeigen sich manche Elternpaare äußerst kreativ. Ein Elternpaar hat seiner Tochter nun offenbar den Namen eines Internetanbieters gegeben.

Graubünden

06.10.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
In der Schweiz ist kürzlich ein Mädchen zur Welt gekommen, das den Drittnamen Twifia erhalten hat. Es wurde nach einem Internetanbieter benannt. (Symbolbild).

In der Schweiz ist kürzlich ein Mädchen zur Welt gekommen, das den Drittnamen Twifia erhalten hat. Es wurde nach einem Internetanbieter benannt. (Symbolbild). © picture alliance/dpa

Zugegeben, würde sich hierzulande ein Kind mit dem Namen Telekom oder Telefónica vorstellen, wären skeptische Blicke und Nachfragen garantiert. In der Schweiz ist kürzlich ein Mädchen zur Welt gekommen, das den Drittnamen Twifia erhalten hat. Hinter dieser Namensgebung steckt nicht etwa die Inspiration durch einen mystischen Film, sondern der Werbeaufruf eines Schweizer Internetproviders. Das Start-up-Unternehmen Twifi hat in einer Kampagne nämlich dazu aufgerufen, Neugeborene Twifius oder Twifia zu nennen. Wer den Namen in die Geburtsurkunde eintragen lässt, erhält 18 Jahre lang freies Internet.

„Nenne dein Kind Twifia oder Twifius und schon surfen du und deine Familie 18 Jahre kostenlos durchs Netz!“, lautet der Aufruf des Unternehmens. Und tatsächlich: Ein frischgebackenes Elternpaar aus dem Kanton Graubünden hat seiner Tochter den Namen Twifia gegeben. Wie der Schweizer „Blick“ berichtet, hat das Mädchen den ungewöhnlichen Namen als dritten Vornamen erhalten. Die ersten beiden Namen ihrer Tochter wollte das Paar nicht verraten: „Wir wollen gegenüber unserem Umfeld unerkannt bleiben, weil wir uns nicht dafür rechtfertigen wollen. Denn der Vorwurf, den Namen unseres Kindes verkauft zu haben, trifft uns sehr. Ein wenig schämen wir uns auch“, gesteht der Vater des Mädchens gegenüber der Zeitung. Denn natürlich sei der kommerzielle Aspekt nicht von der Hand zu weisen.

Dem Bericht zufolge wollen die Eltern von dem gesparten Geld ein Sparkonto für ihre Tochter anlegen, auf das sie in 18 Jahren Zugriff erhalten soll. Spätestens dann, davon sind die Eltern der kleinen Twifia überzeugt, werde die Tochter ihren dritten Vornamen „ziemlich cool“ finden.

RND

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