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Fußball: Nach Beleidigung - sechs Wochen Sperre im Fall Kumac

LÜNEN Sechs Wochen Sperre - das ist das Urteil, das im Falle Osman Kumac beim Lüner SV gesprochen wurde. Damit fällt der Torjäger in den ersten beiden Verbandsligaspielen nach der Winterpause aus und kommt darf erst am 11. März wieder spielen. Er hatte sich bei den Hallenstadtmeisterschaften gleich mehrere Dinger geleistet. Oder doch nicht?

von Ruhr Nachrichten

, 12.02.2008

Kumac' Hauptvergehen: Er hatte im Zwischenrundenspiel der Titelkämpfe gegen BW Alstedde nach einer Auseinandersetzung mit Janusz Kollenda wegen Beleidigung die Rote Karte gesehen. Dafür musste er sich vor der Kreisspruchkammer Dortmund verantworten. "Die Sperre ist das Lächerlichste, was mir in meiner Laufbahn passiert ist", versteht Kumac die Entscheidung bis heute nicht und beteuert weiterhin: „Ich habe nichts gesagt.“ „Opfer“ Janusz Kollenda gab im Gespräch bei den Titelkämpfen noch zu: „Ich selber habe etwas mit ‚du kleiner‘ gesagt – den Rest weiß ich nicht mehr.“  In seiner schriftlichen Aussage bestätigte Kollenda diese Angabe aber nicht. „Ich finde es schade, dass man gegenüber der Sitzung seine Meinung ändert“, war Bianca Böhme, zweite Vorsitzende des LSV, angefressen. Die Funktionärin glaubt weiterhin an Kumac‘ Unschuld: „Ich stand zwar nicht auf dem Platz und habe nichts gehört“, gibt sie zu, meint aber: „Das, was gesagt worden sein soll, passt nicht in Osmans Sprachgebrauch.“ „Der LSV-Spieler hat seine Lippen bewegt" Der Mittelfeldspieler schlägt in die gleiche Kerbe: „Ich hätte wahrscheinlich auf türkisch geflucht, aber das habe ich sicher nicht gesagt.“ Wer nun die Worte gesagt hat, wissen weiterhin nur die Spieler. Schiedsrichter Tobias Rütershoff begründet den Platzverweis für Kumac so: „Der LSV-Spieler hat seine Lippen bewegt, während der Alstedder Spieler still war.“ Damit nicht genug, die Sperre wurde noch verlängert. Der Grund: Kumac hielt sich nach seinem Platzverweis weiterhin mit dem Trikot im Innenraum auf und setzte sich später in Zivil auf die Bank. „Er hat nicht im Trikot dort gesessen. Ich weiß noch genau, wie ein Freund ihm einen Pullover geliehen hat“, nimmt Böhme Kumac in Schutz. An einen Einspruch denken die Rot-Weißen dennoch nicht, weil sich die Aussichten auf einen Erfolg in Grenzen halten. Für den LSV ist der Ausfall von Kumac, der in der Hinrunde bereits elfmal traf, ein großer Verlust. 

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