Gasometer Oberhausen soll wieder aussehen wie vor 70 Jahren

hzFotos von der Baustelle

Die Oberhausener Riesentonne steckt aktuell unter einer 30.000 Quadratmeter großen Plane. Darunter wird an einer Zeitreise gearbeitet – in das Jahr 1949. Wir zeigen Fotos der Baustelle.

Oberhausen

, 23.10.2020, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

Momentan ist der Gasometer in eine insgesamt 30.000 Quadratmeter große Plane gehüllt. Wenn das Plastik im April wieder entfernt wird, soll das Gebäude zurück im Jahr 1949 sein – zumindest optisch.

Die Hülle des 118 Meter hohen Stahlriesen wird dann einen neuen Schutzanstrich erhalten haben, weil Wind und Wetter in den vergangenen Jahrzehnten an ihr nagten.

Seit einem Jahr Baustelle

Vor etwa einem Jahr, kurz nach Ende der Ausstellung „Der Berg ruft“ mit mehr als 890.000 Besuchern, begann die aufwendige Sanierung des Gasometers.

Nachdem das brüchige Fundament der höchsten Ausstellungshalle Europas ausgebessert wurde, verhüllten Gerüstbauer das Gebäude im April bis ans Dach mit der weißen Schutzplane. Dazu waren etwa 1000 Tonnen Gerüstmaterial notwendig.

Die Arbeiten ließen sich nicht mehr hinauszögern, weil die Korrosion der Fassade bereits weit fortgeschritten war. „Die Statiker haben uns gesagt, wenn wir länger warten, kann es Probleme mit der Standfestigkeit geben“, sagt Jeanette Schmitz, Geschäftsführerin der Gasometer Oberhausen GmbH.

FOTOSTRECKE
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So sieht es auf der Baustelle des Oberhausener Gasometers aus

Der Oberhausener Gasometer wird saniert. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz informierten sich über den Fortschritt auf der Baustelle.
23.10.2020
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Noch ist der Gasometer in weiß gehüllt, damit die Hülle des Gebäudes erneuert werden kann.© Dennis Görlich
Unter der Plane sorgt das Entfernen der alten Farbe für viel Staub.© Dennis Görlich
Auch über eine Treppe ist das gesamte Gerüst zu erreichen.© Dennis Görlich
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach informierte sich über den Fortschritt auf der Baustelle.© Dennis Görlich
Auf der Außenseite sind die Stockwerke mit Nummern markiert, damit sich die Arbeiter mit dem Aufzug orientieren können.© Dennis Görlich
Das Gerüst reicht bis über die Rotunde des Gasometers.© Dennis Görlich
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach informierte sich über den Fortschritt auf der Baustelle. Ein Foto durfte dabei nicht fehlen.© Dennis Görlich
Die Rotunde auf dem Dach des Gasometers ist ebenfalls verhüllt.© Dennis Görlich
Mittels Aufzug können die Arbeiter jede Stelle des Gerüstes erreichen.© Dennis Görlich
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach informierte sich auf dem Dach über den Fortschritt auf der Baustelle.© Dennis Görlich
Das Gerüst reicht bis über die Rotunde des Gasometers.© Dennis Görlich
RVR-Regionaldirektorin Karola Geiß-Netthöfel im Gespräch mit Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz (r.).© Dennis Görlich
Auf der Innenseite der Hülle ist ein bewegliches Gerüst montiert.© Dennis Görlich
NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach informierte sich zusammen mit Oberhausens Oberbürgermeister Daniel Schranz (l.) und Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz (r.) über den Fortschritt auf der Baustelle.© Dennis Görlich
Im April 2021 soll die Sanierung des Gasometer Oberhausen abgeschlossen sein. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach informierte sich über den Fortschritt auf der Baustelle.© Dennis Görlich

Graue Farbe mit einem Rotstich

Aktuell werden unter der Plane, die den Bauarbeitern ein trockenes Arbeiten ermöglicht, die alten Farbschichten der Gasometer-Hülle abgetragen.

Anschließend erhält die Fassade einen Grauton mit einer oxydrötlichen Einfärbung. Eisenglimmer in der Farbe soll den Korrosionsschutz verstärken. „Wir versuchen, die erste Deckschicht nach dem Wiederaufbau des Gasometers 1949 annähernd wieder herzustellen“, erklärt Jeanette Schmitz.

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach und der Oberhausener Oberbürgermeister Daniel Schranz informierten sich in dieser Woche über den Fortschritt der Arbeiten am einstigen Gasspeicher.

14,5 Millionen Euro

Die Sanierung lassen sich Bund, Land und Regionalverband Ruhr einiges kosten. NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach sieht die Kosten von 14,5 Millionen Euro gut investiert: „Der Gasometer ist eine Landmarke in NRW und einer der großen Spielstätten. Er ist historisch bedeutsam und somit wichtig für Gegenwart und Zukunft.“

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Auch mit dem Baufortschritt ist Scharrenbach zufrieden: „Es gibt auf Baustellen zwar immer Überraschungen, aber ich gehe davon aus, dass die neue Ausstellung im April oder Mai eröffnet.“ Dann will es sich die Ministerin nicht nehmen lassen, die Schau „Das zerbrechliche Paradies“ auch persönlich zu besuchen.

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