Gefühlte Niederlage: Lage beim VfL Bochum bleibt angespannt

1:1 beim SV Sandhausen

Eine schlechte Chancenverwertung und ein später Ausgleich sind beim VfL Bochum die Gründe für einen verpassten Befreiungsschlag. Beim SV Sandhausen gab es nur ein 1:1.

Bochum

, 21.09.2019, 18:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gefühlte Niederlage: Lage beim VfL Bochum bleibt angespannt

Simon Zoller verzweifelt: Zu viele Großchancen hat der VfL in Sandhausen vergeben. © picture alliance/dpa

Die Frustration beim VfL Bochum erreicht immer wieder neue Dimensionen. Selbst die bislang beste Saisonleistung hat am Samstag nicht ausgereicht, um den ersten Sieg einzufahren. Beim SV Sandhausen gab es den bitteren Ausgleich in der vorletzten Spielminute, als Aziz Bouhaddouz völlig freistehend das 1:1 erzielte. Zuvor hatte Silvere Ganvoula die Gäste verdientermaßen in Führung gebracht.

Chancenwucher vor der Pause

Ohne Not hat der VfL damit ein Spiel hergeschenkt, das er mindestens eine Halbzeit lang kontrolliert und dominiert hat. Danny Blum und Simon Zoller, die Thomas Eisfeld und Sebastian Maier ersetzten, brachten fast ungeahnten Schwung ins Bochumer Angriffsspiel. Allein im ersten Durchgang gab es fünf Großchancen – aber noch keinen Jubel. Der folgte erst zu Beginn der zweiten Hälfte. Nach einem Eckstoß von Milos Pantovic war Silvere Ganvoula zur Stelle, mit etwas Dusel fand der Ball den Weg ins Tor. Die längst überfällige Führung gab den Bochumern aber kaum Rückenwind. Nach knapp einer Stunde ließ der VfL plötzlich nach.

„Insgesamt haben wir dann nicht mehr gut verteidigt“, gab Trainer Thomas Reis nach der Partie offen zu. Eigentlich harmlose Gastgeber kamen zurück ins Spiel, ein strukturierter Angriff genügte, um den VfL zu überwinden. Beinahe wäre dem SV Sandhausen sogar noch der Siegtreffer gelungen. „Da haben wir grob fahrlässig verteidigt und nicht mehr für Entlastung gesorgt“, sagte Reis, der ansonsten auch lobende Worte fand: „Wir haben eine tolle erste Halbzeit gespielt, in der wir uns ein Chancenplus erarbeitet, aber leider nicht getroffen haben.“ Auch deshalb sei es „schwierig, dieses Spiel richtig einzuordnen.“

Vorerst im Abstiegskampf

Doch spielerische Fortschritte und gute Ansätze allein bringen den VfL kaum weiter. Wenn selbst bei der bislang besten Saisonleistung kein Sieg gelingt, wann dann? Nach sieben Spieltagen wartet Bochum immer noch auf das erste Erfolgserlebnis, auf die erste Begegnung ohne Gegentreffer und auf die erste Partie mit Konstanz über 90 Minuten. Vier Punkte sind eine erschreckende Bilanz, der Revierklub bleibt damit Vorletzter in der Zweitliga-Tabelle. Wenn die Vereinsführung am kommenden Mittwoch zur Mitgliederversammlung bittet, dann wird sie wohl oder übel den Abstiegskampf ausrufen müssen.

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