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Geht der Radsport in Spritzen unter?

Die Bedeutung des Doping-Missbrauchs außerhalb des Profi-Bereichs

24.05.2007

Lünen Erik Zabel und Rolf Aldag, zwei große Namen des Deutschen Radsports, rückten zuletzt ins große Rampenlicht. In den Fokus des Blitzlicht-Gewitters kamen der Teamchef des Rennstalls T-Com Aldag sowie der noch aktive Zabel allerdings nicht wegen ihrer Leistungen auf dem Asphalt. Beide gestanden den Missbrauch von EPO, einem Blutdoping-Mittel, vor gut zehn Jahren. Diese Tatsache trifft die ganze Nation und selbstverständlich auch den Lüner Amateur-Radsport. Dass diese Meldungen nicht gut für das Image sind, weiß auch Jörg Zweigel, Vorsitzender des Radsportvereins Lippe 23 Lünen: «Im Moment wird verstärkt auf unseren Sport geschaut und das aufgedeckt, was jahrelang zurückgehalten wurde.» Insbesondere spanische Fahrer und zuletzt auch der Deutsche Jan Ullrich frischten die Doping-Vorkommnisse wieder auf. «Das ist aber nur vorübergehend! In ein paar Jahren sind die Leichtathleten, Schwimmer und mit Sicherheit auch Kampfsportler richtig dran», glaubt Zweigel, dass Spritzen, Tabletten und diverse weitere Träger von verbotenen Substanzen auch in weitaus anderen Sportarten missbraucht werden. Nach den vielen Beichten der Fahrer könnten sich nun auch Eltern überlegen, ihre Kinder nicht zum Radsport zu schicken, aus Angst, dass sie irgendwann selbst auf Mittel zurückgreifen würden, wie es die «Vorbilder» aus dem Profi-Bereich oft tun. «Bei uns wird sich da nicht viel ändern, da die meisten Talente meistens in anderen Vereinen unterkommen», weiß Zweigel. Dass es unter Umständen selbst außerhalb des professionellen Radsport zu Missbrauch von weiteren Mitteln wie Nandrolon kommt, will Zweigel nicht ausschließen. «Ich aber wäre früher als aktiver Fahrer nie auf die Idee gekommen. Ich will, dass alles sauber zugeht!» «Die zweite Luft» ist im Radsport ein Ausdruck, der für einen Fahrer verwendet wird, der eine «zweite Luft» hat und dadurch im Rennen nach einem Formtief wieder zur alten Stärke zurückfindet. Diese Luft sollte nun die Sportart an sich haben, egal, in welcher Klasse. David Karski

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