Gerangel nach Corona-Kontrolle: Polizei rückte mit 14 Fahrzeugen aus

Kriminalität

Eigentlich sollte es nur eine Kontrolle der Corona-Beschränkungen sein. Doch dann lief ein Polizeieinsatz in Duisburg aus dem Ruder - insgesamt waren die Beamten mit zahlreichen Dienstfahrzeugen vor Ort.

Duisburg

29.05.2020, 16:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bei einem Polizeieinsatz mussten die Beamten Verstärkung rufen.

Bei einem Polizeieinsatz mussten die Beamten Verstärkung rufen. © picture alliance/dpa

Bei einer aus dem Ruder gelaufenen Kontrolle der Corona-Beschränkungen in Duisburg sind am Donnerstagabend fünf Polizisten verletzt worden. Drei von ihnen sind vorerst dienstunfähig, wie die Polizei am Freitag berichtete. Vor einem Lokal hatten mehrere Männer an einem Tisch gesessen und dabei laut Polizei den Mindestabstand nicht eingehalten. Als ein 22-Jähriger sich weigerte, seinen Ausweis zu zeigen, entwickelte sich ein Gerangel. Dabei soll ein 24-Jähriger einem Beamten von hinten mit der Faust gegen den Kopf geschlagen haben.

Die Beamten riefen Verstärkung. Am Ende waren 14 Polizeifahrzeuge vor Ort, darunter auch Mannschaftswagen der Bereitschaftspolizei. Bis zu 120 Schaulustige verfolgten laut Polizei den Einsatz. 25 von ihnen hätten dabei durch Drohgebärden, Distanzunterschreitungen und Beleidigungen gestört. Drei Männer kamen schließlich zur Beruhigung in Gewahrsam. Ermittelt wird unter anderem wegen Widerstandes und eines tätlichen Angriffs.

dpa

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