Grusel-Goofy erschreckt Kinder bei WhatsApp, Instagram & Co – gefährlicher Kettenbrief

Grusel-Goofy Online-Challenge

Ein Horrorkettenbrief mit einem Grusel-Goofy terrorisiert und verstört derzeit vor allem Kinder bei WhatsApp, Instagram und anderen Netzwerken. Eltern sollten aufpassen.

NRW

29.07.2020, 12:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
In Horrorkettenbriefen werden oft dramatische Folgen geschildert, sollte der Kettenbrief nicht weitergeleitet werden.

In Horrorkettenbriefen werden oft dramatische Folgen geschildert, sollte der Kettenbrief nicht weitergeleitet werden. © picture alliance/dpa

Kettenbriefe sind ein Phänomen, das in den sozialen Netzwerken immer wieder auftritt und besonders Kinder gefährdet. Aktuell setzt die Grusel-Goofy Online-Challenge Empfänger unter Druck.

Früher kam der Kettenbrief in einem Umschlag, heute als Nachricht auf das Smartphone. Das Prinzip bleibt das Gleiche: Der Empfänger muss den Brief an eine bestimmte Zahl von neuen Empfängern weiterleiten, sonst widerfährt ihm oder einem Angehörigen ein Unglück. Das Spiel mit der Angst hat für viele einen besonderen Reiz - doch das kann auch schnell eskalieren. Vor allem dann, wenn die Empfänger Kinder sind.

Die Grusel-Goofy Online-Challenge kursiert aktuell im Netz

Das Erfolgsrezept ist schlicht: Man nehme eine Herausforderung ("Challenge"), würze sie mit reichlich Gruselfaktoren und bewerbe das Ganze als Kettenbrief über WhatsApp im Internet. So gehen Trends viral und erreichen leider auch viele Kinderzimmer. Aktuell kursiert eine sogenannte Grusel-Goofy Online-Challenge.

Im aktuellen Fall wird das Foto des erfundenen Charakters bei WhatsApp dafür genutzt, Kinder und Jugendliche anzuschreiben. Wer reagiert, bekommt eine Frage gestellt: „Willst du mit mir spielen?“. Antworten die Kinder, werden sie daraufhin vor Aufgaben gestellt, die ihnen immense Angst einflößen können.

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Aus den spielerischen Aufgaben wird spätestens dann Ernst, wenn der Kettenbrief "an mindestens zehn andere Kinder" verschickt werden soll - "Sonst fault dir heute Nacht der Arm ab." In einem weiteren Fall berichtet die Polizeibehörde des Märkischen Kreises, sei ein Achtjähriger in Iserlohn aufgefordert worden, sich selbst zu töten. Die Mutter des Jungen erstattete Anzeige.

In den Kettenbriefen stehen leere Drohungen!

Eine Altersklasse höher würden Jugendliche bei einer anderen Challenge animiert, sich selbst oder andere zu verletzen. Die virtuelle Gemeinschaft baue einen enormen Gruppenzwang auf, heißt es weiter von Seiten der Polizei. So lautet der Appell: "Wer Gewalt androht oder eine solche Drohung per Kettenbrief weitergibt, der macht sich strafbar. Sich selbst oder andere zu verletzen, ist keine gute "Challenge". Es gibt bessere Herausforderungen."

Wichtig sei vor allem, dass Kinder über diese Art der Kontaktaufnahme aufgeklärt werden. Dann wissen sie direkt, wie sie mit diesen Inhalten umgehen können, sagt der Polizeisprecher des Märkischen Kreises. In den Kettenbriefen stehen leere Drohungen - Erwachsene sollten Kindern unbedingt vermitteln, dass sie jederzeit den Kontakt abbrechen können, ohne dass es für sie selbst oder andere Personen Konsequenzen hat.

Hilfe im Netz

Es gibt mehrere Hilfsangebote im Netz, die sich nicht nur mit Kettenbriefen, sondern generell mit gefährlichen Online-Trends beschäftigen und Tipps für alle Betroffenen bieten. Hier eine Auswahl:
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