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"Arsen und Spitzenhäubchen"

HALTERN „Es ist ja auch ganz einfach, lieber Junge. Auf einen viertel Liter Holunderbeerwein nehme ich einen Teelöffel Arsenik, einen halben Teelöffel Strychnin und ein paar Körnchen Zyankali.“ Fertig ist die nächste Leiche.

von Von Daniel Schlichter

, 27.02.2008
"Arsen und Spitzenhäubchen"

Eine mordsmäßige Aufführung wartet auf die Besucher.

Mortimers liebenswürdige Tantchen frönen schon seit geraumer Zeit einem makabren Hobby: Sie leisten mit vergiftetem Holunderbeerwein aus karitativer Nächstenliebe Sterbehilfe an älteren, einsamen Männern. Die dabei anfallenden Leichen werden ordentlich im Keller bestattet, wo der durchgeknallte Neffe Teddy, alias Präsident Roosevelt, eh gerade den Panama-Kanal aushebt. Als Mortimer diesem düsteren Familiengeheimnis auf die Spur kommt, sieht er seine kleinbürgerliche Heirat mit Pfarrerstochter Elaine in Gefahr. Als dann zu allem Übel auch noch der kriminelle dritte Neffe Jonathan das Haus der Tanten als seine neue Zuflucht erklärt, hat Mortimer alle Hände voll zu tun, das bürgerliche Idyll aufrecht zu erhalten und damit seine Ehe zu retten.

Proben seit Oktober

Freunde schwarzer Komödien warten ungeduldig auf den 5. März. Ab 19.30 Uhr feiert der Literaturkurs des Joseph-König-Gymnasiums die Premiere seiner Interpretation von Joseph Kesselrings Broadway-Klassiker „Arsen und Spitzenhäubchen“ von 1939. Seit Oktober haben die Schüler der Jahrgangsstufe 13 unter der Leitung von Lehrerin Brigitte Ostwinkel diesen Evergreen dunklen Humors vorbereitet. Die Schüler lebten sich mehr und mehr in ihre Rollen ein, stellten sich der großen Herausforderung, eine Komödie überzeugend und mit Humor auf die Bühne zu bringen. Besonders anspruchsvoll war nach Aussage der Lehrerin, in jungen Jahren zwei in die Jahre gekommene, senile Tanten (Stephanie Reuter und Claudia Czarnik) zu spielen. Doch was ein heimlicher Blick in die Proben verspricht, ist ein Abend voller absurder Situationskomik, Wortwitz, skurrilen Charakteren und morbiden Humors. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. 

Karten für die Aufführungen am 5. und 7.3. gibt es während der großen Pausen im Gymnasium oder bei Kortenkamp.

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