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Borkenberge sollen nationales Naturerbe werden

Truppenübungsplätze

Aufgrund seiner naturschutzfachlichen Bedeutung sollen Teile des Truppenübungsplatzes Haltern nationales Naturerbe werden. Deswegen wird sich der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages demnächst mit diesem Thema befassen.

HALTERN

, 28.12.2014
Borkenberge sollen nationales Naturerbe werden

Die Truppenübungsplätze sollen zum Teil nationales Naturerbe werden.

Diese Teile der Borkenberge sind auch schon in die sogenannte 3. Tranche des Nationalen Naturerbes aufgenommen worden. „Die Flächenkulisse sowie die Übertragungsbedingungen für die 3. Tranche sollen dem Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages zur Beschlussfassung vorgelegt werden“, erklärte Anja Kremzow vom Stabsbereich Presse und Kommunikation/Zentrale Bonn zur neuesten Entwicklung. Insgesamt sollen bundesweit in dieser 3. Tranche das Nationale Naturerbe um mindestens 30.000 Hektar erweitert werden. Der im Eigentum der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) stehende Truppenübungsplatz mit seinen Platzteilen Lavesum und Borkenberge wird von den britischen Streitkräften nach derzeitigem Sachstand zum 31. Mai 2015 zurückgegeben. In diesem Zusammenhang wird zunächst ein möglicher militärischer Anschlussbedarf geprüft. Anja Kremzow: „Soweit ein solcher nicht gegeben sein sollte, prüft die BImA, ob Rückübertragungsansprüche früherer Grundstückseigentümer bestehen.“

Während der Nutzungsphase sind die britischen Streitkräfte für die Durchführung der erforderlichen Erkundungs- und Gefahrenabwehrmaßnahmen zuständig. Nach dem Übergang der Flächen in den Zuständigkeitsbereich der BImA ergreift diese Maßnahmen zur Risikobewertung, um den gesetzlichen Verpflichtungen zu entsprechen. Sollten danach weitere Gefahrenabwehrmaßnahmen erforderlich sein, stimmt die BImA diese mit den zuständigen Behörden ab. Konkrete Entscheidungen zum weiteren Umgang mit dem 3200 Hektar großen Areal könne die Bundesanstalt wegen der noch ausstehenden Prüfungen erst zu einem späteren Zeitpunkt treffen, so Kremzow.

Haltern, Lüdinghausen, Dülmen und Reken haben Flächen auf dem Truppenübungsgelände. Für die Politiker in Haltern ist klar, dass Natur hier den Vorrang haben muss. Über 2700 verschiedene Tier- und Pflanzenarten sind im Lebensraum Borkenberge wissenschaftlich dokumentiert und bekannt, darunter über 400 Rote-Liste-Arten. Spielraum für Projekte gibt es nur wenig. Aber es ist weder schon etwas geplant, noch ist in irgendeiner Form Massentourismus erwünscht. In Haltern wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses Stadtentwicklung und Umwelt im September auf Anregung von Baudezernent Wolfgang Kiski beschlossen, eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Ratsfraktionen zu bilden. Diese soll in Begleitung von Kreis und Naturschutzfachleuten Konzepte für eine künftige Nutzung entwickeln. 

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