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Das Ende von Haus Bahl

Im Sommer beginnt die Firma Mertmann mit dem Bau von Reihenhäusern

21.05.2007

Derzeit frisst sich der Abrissbagger Meter für Meter durch das Mauerwerk und zerlegt das Haus in große Schuttberge. Mit viel Aufwand und Bedacht geht die Firma Mertmann zu Werke. Der schwierigste Teil der Arbeit aber erwartet die Mitarbeiter unter der Erde: Dort schlummert noch eine Beton-Kegelbahn. Im Sommer wird sich auf dem Areal ein neues Bild zusammensetzen. Nach Auskunft von Firmenchef Werner Mertmann entstehen auf dem Grundstück an der Ecke Burgstraße/Heerstraße zwei Komplexe mit je drei Reihenhäusern. Diese Häuser mit Eingang zur Heerstraße haben zwischen 105 und 110 Quadratmeter Wohnfläche. Laut Werner Mertmann gibt es bereits Kaufinteressenten. Werner Mertmann kaufte Haus und Grund von Karl-Heinz und Ruth Bahl. Diese führten hier von 1964 bis 1983 ein Hotel und Restaurant mit 20 Betten beziehungsweise 140 Plätzen. Das Ehepaar Bahl hatte das Haus von Familie Weber erstanden. Die nutzte es pikanterweise als Rotlicht-Bar. Karl-Heinz und Ruth Bahl erwarben sich schnell einen tadellosen Ruf. Nach Um- und Ausbau verkehrten hier viele Festgesellschaften, der Gemeinderat, die Führungsetage von Auguste Victoria und Schauspieler. Am 14. August 1969 servierte Ruth Bahl Thomas Fritsch Zwiebelleber. Am 1. März 1983 zog sich das Ehepaar Bahl aus gesundheitlichen Gründen nach Geseke-Ehringerfeld zurück und verpachtete die Gaststätte an die Diakonie zur Einrichtung eines Behinderten-Wohnheims. «Wir haben damals schon sehr bedauert, dass wir unsere Gaststätte aufgeben mussten», sagt der heute 77-jährige Karl-Heinz Bahl. Die Entscheidung stieß damals in Lippramsdorf auf gegensätzliche Reaktionen. Die einen hatten Ressentiments gegen Behinderte in ihrer N achbarschaft, die anderen fragten süffisant: «Haben Sie das nötig?» Elisabeth Schrief

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