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Eine rühmliche Narretei

HALTERN Beim Karneval im Josefshaus ist vieles ganz anders. Kabarettistische Einlagen, wie sie nur in Haltern zu sehen und zu hören sind, reihen sich wie eine bunte Perlenkette aneinander.

von Von Elisabeth Schrief

, 03.02.2008
Eine rühmliche Narretei

Till (Martin Ahls) hielt vielen Halternern den Spiegel vor.

Auch die achte Prunk- und Stunksitzung am Samstagabend hielt ihr Versprechen und begeisterte das närrisch feingeputzte Publikum mit konstant gutem Programm.

Die Szenenschreiber Martin Ahls, Ulrich Giewald und Michael Curti hatten bei ihrer Recherche wieder ganze Arbeit geleistet: Politisches, gesellschaftliches und kirchliches Leben in Haltern lieferten treffliche Vorlage für derben Spott. „Hier muss jeder lernen, über sich zu lachen“, heißt die Regieanweisung fürs Publikum. Die Moderatoren Jan Peter Gesterkamp und Steffi Dorn führten eloquent durch ein vierstündiges Programm mit 14 verlässlich satirischen Darbietungen. Wer Spaß an guter Unterhaltung suchte, war im Josefshaus genau richtig.

Spott und Biss

Für Spott und Biss sorgten unter anderem Martin Ahls als Till, Ulrich Giewald als Halterner Barbier, Michael Curti als Tagesshow-Sprecher, Silvia Lössl und Sabine Jahnke als Akteure im Makler-Büro „Frohes Heim“, die Brüder Tobias, Sebastian und Thomas Kopper als die a-capella singenden Mönche und als Overbeck-Street-Boys, Andrea Timm-Kortenkamp, Elisabeth Chrost und Maria Curti als die auf Pfarrer Schröder Loblieder singenden Greis-Girls, Sebastian Kopper als Hausmeister Heinz Koslowski, die von einem Theater-Team gelenkten Figuren der Halterner Puppenkirche, Thomas Giewald, Max Kerkmann, Markus und Michael Müther als Agierende einer flotten Werbeshow, Martin Ahls und Walter van Endern als Duo in der Frühstückspause, die KJG als Fanfaren und Darsteller der Robin-Hood-Gute-Nacht-Geschichte.

Als um 0.10 Uhr der finale Schlusspunkt gesetzt wurde, hatte das nur offiziellen Charakter. Gefeiert wurde bis zum frühen Morgen. Die Prunk- und Stunksitzung ist seit Jahren auf lokaler Ebene berühmt und berüchtigt – hoffentlich bis auf weiteres.

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