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Gelsenwasser soll weiter sprudeln

HALTERN Aus Halterner Hähnen soll weiterhin Gelsenwasser sprudeln, und die Stadtspitze will auch kein Gutachten, dass die Übernahme der Wasserversorgung durch die Stadtwerke untersucht.

von Von Thomas Liedtke

, 12.02.2008

Die Stadtspitze begründet die Ablehnung des von den Grünen beantragten Gutachtens mit den Erfahrungen in Herten. Dort sei die Übernahme der Wasserversorgung durch die eigenen Stadtwerke gutachterlich untersucht worden. Ergebnis: Die Stadtwerke Herten haben von einer Übernahme der Wasserversorgung abgesehen und stattdessen eine gemeinsame Gesellschaft mit Gelsenwasser gegründet - genannt "hertenwasser". Dabei seien die Voraussetzungen in Herten noch deutlich günstiger als in Haltern, heißt es in der Beschlussvorlage. Wegen der deutlich dichteren Besiedlung fließen in Herten 13,4 Kubikmeter Wasser durch einen Meter Wasserleitung. In Haltern wird nicht mal die Hälfte erreicht: 6,4 Kubikmeter pro Meter. Auch Datteln, das erst kürzlich den Konzessionsvertrag mit Gelsenwasser verlängert hat, weist mit 10,5 Kubikmetern einen deutlich höheren Durchsatz auf.

Wasserpreis würde steigern

Die Stadtspitze geht deshalb davon aus, dass für das Wassernetz in Haltern ein höherer Preis als in Herten gezahlt werden müsse. Die Finanzierungskosten seien bei einem gleichzeitig deutlich geringeren Wasserabsatz nicht zu kompensieren. Als Folge müsste der Wasserpreis deutlich steigen. Bei Gelsenwasser zahlen die Haushalte in allen Städten den gleichen Wasserpreis. Gewinner dieses Solidaritätsprinzip sind nach Ansicht der Verwaltung die Verbraucher in der Flächengemeinde Haltern. Würde für jede Stadt eine eigene Gebührenbedarfsrechnung vorgenommen, müsste der Preis in Haltern deutlich höher sein als in Herten oder Recklinghausen. Die Argumente gegen eine Übernahme der Wasserversorgung hält die Stadtspitze für so schwerwiegend, dass die Beauftragung eines Gutachtens entbehrlich sei.

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