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"Ich arbeite für die Kinder!"

HALTERN Unicef verliert das Spendensiegel des deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Wir sprachen mit der Halternerin Ingeborg Schöberl, die seit 13 Jahren ehrenamtlich für Unicef arbeitet und bis vor zwei Jahren die Unicef-Arbeitsgruppe Recklinghausen betreute.

von Von Heike Riemann

, 20.02.2008
"Ich arbeite für die Kinder!"

Das Emblem des UN-Weltkinderhilfswerkes "Unicef".

Was bedeutet die Aberkennung des Siegels für Sie? Ingeborg Schöberl: "Das ist ein schwerer Schlag für alle Ehrenamtlichen. Aber die Entscheidung des DZI ist richtig. Das Institut handelt ja nicht, um den Organisationen Schaden zuzufügen. Geldzahlungen für Fund Raiser (Spendensammler), das geht nicht. Die Standards sind von Unicef nicht eingehalten worden. Nicht über Jahre hinweg, aber vielleicht im letzten und im vorletzten Jahr."

Was bedeutet das für die Arbeit von Unicef? Ingeborg Schöberl: "Es wird schwierig. Aber man kann das Siegel zurückbekommen. Es wird jetzt ja auch ein neuer Vorstand gewählt. Aber ob das den Ruf retten kann? Und der Ruf von Unicef war in den letzten Jahren nicht nur in Deutschland blütenrein, was die Arbeit sehr erleichtert hat. Es gibt doch auch viele, die kleine Spenden gegeben haben. Die fühlen sich nun sicher nicht richtig behandelt."

Werden die Ehrenamtlichen jetzt das Handtuch werfen?Ingeborg Schöberl: "Es gibt bestimmt viele, die nicht mehr weitermachen wollen. Momentan ist das auch eine sehr emotionale Geschichte. Und sich jetzt zu motivieren, ist sicher schwer. Aber ich denke immer daran, dass ich für die Kinder arbeite. Ohne Unicef wäre es in den letzten Jahren vielen hunderttausenden von Kindern überall auf der Welt wesentlich schlechter gegangen. Ich habe nicht für die Geschäftsstelle in Köln oder sonstwo gearbeitet, ich habe das für die Kinder getan.Und ich würde heute wieder das gleiche tun und für Unicef arbeiten, für die Kinder."

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