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RAG-Pressesprecher zum Regionalbeirat: "Wir haben eine andere Sichtweise"

Interview

HALTERN Die Vergütung von 364 000 Euro an 24 Mitglieder des RAG-Regionalbeirates hat Diskussionen ausgelöst. "Wir haben von Anfang an für Transparenz gesorgt", kontert Christof Beike, Pressesprecher der Ruhrkohle.

26.01.2010 / Lesedauer: 3 min
RAG-Pressesprecher zum Regionalbeirat: "Wir haben eine andere Sichtweise"

Christof Beike.

Zunächst eine Klarstellung: Die RAG-Stiftung hat den Regionalbeirat zwar auf den Weg gebracht, ist allerdings ein Gremium der RAG. Der Regionalbeirat NRW der RAG soll bei der Bewältigung von Problemen im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Geschäftstätigkeit der RAG auf die Regionen beraten. Der Beirat soll dabei als überparteiliches Gremium verstanden werden, das in einem kontinuierlichen Informations- und Gedankenaustausch die anstehenden Aufgaben zum Wohle der Region und ihrer Beschäftigten aufnimmt. Themenkreise der Beratung sind unter anderem die Auswirkungen des aktiven Bergbaus auf Arbeitsverhältnisse, kommunale Strukturen, Ausbildungssituation und Bergschäden, die mit dem Rückzugs- bzw. Stilllegungsprozess verbundenen Fragen des Entfalls von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, der Flächensanierung sowie Konzepte zur Nutzung von Ausbildungskapazitäten, Flächen, Gebäuden oder Infrastruktur nach Beendigung des Bergbaus. In dem Gremium kommt es zu einem regelmäßigen Austausch zwischen RAG und den Mitgliedern und für die RAG zu hilfreichen Anregungen für ihre unternehmerischen Entscheidungen.

Auf jeden Fall. Selbstverständlich interessiert es, wie andere ihre Aufgaben bewältigen. Für diesen Erfahrungsaustausch ist der Regionalbeirat ein hervorragend geeignetes Beratungsgremium.

In der Frage steckt schon eine falsche Hypothese. Wir bringen niemanden in Erklärungsnot. Die Einrichtung des Regionalbeirats und die entsprechende Vergütung wurden bereits Ende 2007 öffentlich angekündigt. Die Vergütung selbst wird, wie bei anderen Gremien außerhalb des Unternehmens auch, nicht nur für die Sitzungen, sondern auch für den entsprechenden Vor- und Nachbereitungsaufwand und die intensive Beschäftigung mit den Aufgaben und Geschäftsfeldern gezahlt. Die Höhe der Vergütung orientiert sich ebenfalls an vergleichbaren Institutionen.

Wir haben eine andere Sichtweise. So sind einige Mitglieder lokal von politischen "Mitbewerbern" und vom bergbaukritischen Umfeld angegriffen worden. Das hat aber vermutlich etwas mit Kommunalpolitik und der Nähe zu Wahlen zu tun.

Weder das eine noch das andere. Wir werden von unserer Seite aus keine Änderungen der Zahlungen anstreben. Und eine Auflösung des von uns und den Mitgliedern als wichtig bezeichneten Beirates steht natürlich außer Frage.

Der Gewinn liegt unter anderem darin, dass zum Beispiel schon heute Vorsorge getroffen wird für die Zeit nach der Stilllegung eines Bergwerks. So lassen sich Strukturbrüche mit daraus resultierenden Belastungen für die Allgemeinheit so gering wie möglich halten. Nur am Rande: Die öffentlichen Mittel finanzieren nicht das Gremium, sondern die Differenz zwischen dem Weltmarktpreis der Steinkohle und unseren Förderkosten.

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