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Regen versickert günstiger

HALTERN Die Abwassergebühren sind seit dem 1. Januar neu geregelt. Die Stadt berechnet jetzt das Regen- und das Schmutzwasser getrennt. Die Informationsveranstaltung „Naturnahe Regenwasserentsorgung“ am Mittwochabend im Alten Rathaus stieß deshalb auf großes Interesse.

von Von Benjamin Glöckner

, 14.02.2008

Bauingenieurin Renate Antoni informierte die Besucher auf Einladung der VHS über Möglichkeiten, das Regenwasser auf dem eigenen Grundstück versickern zu lassen. Sonst müssten 69 Cent pro an den Kanal angeschlossenen Quadratmeter bezahlt werden. Aber mit Versickerungsanlagen könne man diese Gebühr in Teilen umgehen.

Mulden und Rigolen

Die geeignete Methode sei die Muldenversickerung. „Sie ist die preiswerteste und für die Natur beste Lösung“, so Antoni. Das Niederschlagswasser wird dabei in einer Mulde zwischengespeichert und über eine 20 Zentimeter starke belebte Bodenzone in den Untergrund abgeleitet. Mit der Rigolenversickerung stellte die Referentin eine weitere Möglichkeit vor, bei der das Regenwasser in einen unter der Oberfläche errichteten Kieskörper abläuft. Zusätzlich kann man noch ein Rohr in den Kies betten, so dass man sich eine Rohrrigolenversickerung einrichtet.

Rahmenbedingungen

Diese beiden Möglichkeiten lassen sich nur schwer in Eigenarbeit erstellen, da die Rohre beispielsweise im Baugebiet „In der Borg“ in fünf Meter Tiefe liegen müssten. Von einem Schacht als Versickerungsanlage konnte Antoni nur abraten: „Der wird im Kreis nur in absoluten Ausnahmefällen genehmigt.“ Doch auch bei den anderen Methoden muss man auf bestimmte Rahmenbedingungen achten. An erster Stelle steht dabei die Untergrundbeschaffenheit. Der Boden muss das Wasser schließlich aufnehmen können. Ein weiterer Punkt ist der Grundwasserflurabstand. Der vorgeschriebene Mindestabstand zur Anlage beträgt einen Meter. Außerdem muss die Qualität des Niederschlagswassers stimmen. Der Regen auf Flächen mit großen Tieransammlungen (z. B. Reiterhof) wird bereits als stark belastet eingestuft. Für Haltern sind dann noch die Wasserschutzzonen wichtig. Je nach Zone sind nur bestimmte Versickerungsanlagen erlaubt

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