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Römische Latrinen unter "Lidl"

HALTERN Die Bauarbeiten für den neuen Markt des Discounters Lidl an der Münsterstraße gehen zügig voran. Bevor die Erdarbeiten für den Bau erfolgen konnten, hatten jedoch die Archäologen das Sagen auf der rund 4500 Quadratmeter großen Fläche.

von Von Heike Riemann

, 03.02.2008
Römische Latrinen unter "Lidl"

<p>Die Bauarbeiten an der Münsterstraße gehen zügig voran. Für April ist die Eröffnung geplant. Maiß</p>

Das Amt für Bodendenkmalpflege, angesiedelt beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe im Bereich "Archäologie für Westfalen", führte dort Ausgrabungen durch.

Verlauf des Ostlagers

Seit November durchkämmten die Archäologen und ihre Mitarbeiter das Areal, teilweise parallel zu den ersten Bauarbeiten und fanden hier die weitere Bestätigung für ihre Einschätzung über den Verlauf des römischen Ostlagers, das dort im ersten Jahrzehnt nach Christi Geburt angesiedelt war.

Bei der ersten Entdeckung des Lagers 1997 hatten die Archäologen bereits feststellen können, dass es sich um ein temporäres Marschlager der Römer handelt. Deshalb wurden hier keine festen Gebäude vorgefunden, sehr wohl aber die Struktur eines geordneten Lagers mit vorgegebenen Straßenverläufen. Das Lager an sich zog sich vom Bereich des Neubaugebiets In der Borg bis hin zum Münsterknapp. Auch vor dem Bau des dortigen Aldi-Marktes wurden Ausgrabungen vorgenommen.

Ergebnisse bestätigt

Die damals gesammelten Ergebnisse werden auch durch die gerade durchgeführten Ausgrabungen bestätigt. Entsprechend der vermuteten Straßenverläufe im damaligen Lager fanden die Archäologen im Bereich des Lidl-Grundstücks vor allem Abfallgruben und Latrinen. Auch fanden sich klare Umrisse der Lagergrenze im Boden wieder. Die Ausgrabungsergebnisse bestätigen die Vermutung der Archäologen bezüglich der südlichen Ausdehnung des Lagers. Zurzeit werden noch letzte Untersuchungen durchgeführt, dann sind die Arbeiten in dem Bereich abgeschlossen, so dass das Gelände komplett vom Discounter Lidl genutzt werden kann.

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