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SPD: Rapsanbau kein Kerngeschäft

HALTERN Die SPD tritt auf die "Euphoriebremse". Der geplante Einstieg in den Rapsanbau in der Ukraine sei "zu risikoreich und wenig hilfreich für die Zukunft unserer Stadtwerke", meint Stadtverbands-Chef Erwin Kirschenbaum.

26.02.2008

"Das gehört bei weitem nicht zu unserem Kerngeschäft, und ich frage mich, ob solch ein mit vielen Risiken behaftetes Engagement wirklich zur Daseinsfürsorge für unsere Bürgerinnen und Bürger gehört", schreibt Kirschenbaum in einer Pressemitteilung. Als Risikofaktoren nennt die SPD das instabile politische Umfeld, das fehlende landwirtschaftliche Know How in den Stadtwerken sowie das Klima und die große Entfernung. Auch die Finanzierung des Kaufes birgt nach Ansicht Kirschenbaums Unsicherheiten: "Wir alle wissen doch aus den veröffentlichten Bilanzen, dass die Eigenkapitalausstattung unserer Stadtwerke auf Grund der Gewinnabführungen zugunsten des städtischen Haushaltes weiter abgeschmolzen ist. Eine Kreditfinanzierung, die für den Stadtwerkebetrieb selbst allenfalls durch Pachtverträge in der ukrainischen Landwirtschaft abgesichert ist, ist aus meiner Sicht nicht in letzter Konsequenz solide durchdacht."

Hausaufgaben

Nach Meinung des SPD-Chefs gibt es reichlich Hausaufgaben vor Ort zu erledigen. "Wir sollten unsere Aufmerksamkeit darauf richten, Kunden zu halten und zu gewinnen." Eine intensive Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Herten bei der Lieferung von Strom auch in die Nachbarstädte sei wichtiger als die Produktion von Raps und Weizen in der Ukraine.

Den Ausbau der Nutzung regenerativer Energien begrüßt Kirschenbaum. Allerdings sollten sich die Stadtwerke eher um ein eigens Stromstandbein bemühen. Das Engagement von Herten zusammen mit anderen Stadtwerken bei einem großen Windkraftprojekt vor der deutschen Nordseeküste sei da viel zielführender.

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