Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Stadtwerke-Delegation sah sich in der Ukraine um

HALTERN "Aus jetziger Sicht interessant", fasste Franz-Josef Tönnis am Dienstag die Eindrücke einer Halterner Delegation in der Ukraine zusammen.

von Von Silvia Wiethoff

, 05.02.2008

Begleitet von Stadtwerke-Chef Bodo John und vier Vertretern der Ratsfraktionen nahm der Aufsichtsratsvorsitzende mögliche neue Geschäftsfelder in dem osteuropäischen Land in Augenschein. Angestrebt ist der Anbau von Rapsöl, um den nachwachsenden Rohstoff als Energielieferant für das Blockheizkraftwerk im Schulzentrum zu nutzen. Er würde das ökologisch fragwürdige Palmöl ablösen.

Nachdem sich die Besucher in Kiew von einem Botschaftsrat über die aktuelle Situation vor Ort und die Möglichkeiten von Investitionen informiert hatten, machten sie sich auf in ihr eigentliches Zielgebiet, die Region Ludz. Hier sind nördlich von Lemberg die Stadtwerke Uelzen bereits eine Kooperation mit dem Unternehmen Alensys (Alternative Energiesysteme) KG eingegangen und bewirtschaften in einem ersten Schritt 3000 ha. Insgesamt soll einmal auf 5000 ha Fläche Raps angebaut werden, wobei eine Fruchtfolge mit Getreide zur Erhaltung der Bodengüte eingehalten werden muss.

Nachhaltigkeit

Neben der Gewinnerzielung stehe die Nachhaltigkeit des Projekts im Vordergrund, erklärte gestern der Uelzener Stadtwerke-Prokurist Falk-Wilhelm Schulz. Er schwärmte außerdem von den hervorragenden Produktionsbedingungen in der westlich orientierten Ukraine und unterstrich, dass sich Uelzen und seine Stadtwerke auch über das Projekt hinaus (bisher 25 Mitarbeiter vom Agrarökonomen bis zum Traktoristen) für die Region Ludz engagieren wollen.

Eine ähnlich nachhaltige Wirkung versprechen sich die Ukrainer auch von einem Partner mit Namen Stadtwerke Haltern. Dies machten die Bürgermeister zweier Dörfer in einem Gespräch mit der Halterner Delegation deutlich. Für eine neue Kooperation hat Alensys bereits 1000 ha vorbereitet.

Ob sich die Stadtwerke Haltern vertraglich über 15 Jahre binden und in die Aussaat von Raps, den notwendigen Maschinenpark sowie Arbeitskräfte investieren wollen, muss nun der Aufsichtsrat entscheiden. Er kommt am Donnerstag zur außerordentlichen Sitzung zusammen, um weitere Schritte zu beraten.

Lesen Sie jetzt